Der Schatz im Friseur­salon

Schneeballsystem Bei einem gigantischen Finanzbetrug in München zog ab 1869 eine gescheiterte Schauspielerin die Strippen.
Von Julian Nebel

Stren­ge Buch­hal­te­rin Zeit­ge­nös­si­sche Ka­ri­ka­tu­ren mach­ten sich über Spit­ze­der und ihre Kun­den lus­tig.

Die Ar­bei­ter der Es­sig- und Malz­fa­brik im Münch­ner Stadt­teil Gie­sing wa­ren schnell über­zeugt. Zehn Pro­zent Zin­sen im Mo­nat klan­gen ein­fach fan­tas­tisch, aber auch nicht zu gut, um wahr zu sein. Denn dass Ade­le Spit­ze­der ihre Zins­ver­spre­chen hielt, hat­te sie schon be­wie­sen. In der da­mals sehr ärm­li­chen Nach­bar­vor­stadt Au zum Bei­spiel wa­ren vie­le Hand­wer­ker längst Kun­den bei ihr – und schwärm­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.