Un­ter­gang 426 Men­schen star­ben, als die SS »Cen­tral Ame­ri­ca« 1857 sank. Die Fi­nanz­welt aber be­klag­te den Ver­lust der La­dung.

Pioniere in Not

Globalisierung Ein US-Bankencrash stürzte 1857 die Welt in Turbulenzen – und löste den amerikanischen Bürgerkrieg mit aus.
Von Benno Stieber

Am 12. Sep­tem­ber 1857 ver­sinkt vor der Küs­te von Geor­gia die Hoff­nung der New Yor­ker Ban­ker. Der 90 Me­ter lan­ge Schau­fel­rad­damp­fer SS »Cen­tral Ame­ri­ca« ge­rät in ei­nen Or­kan und sinkt. 426 Men­schen kom­men ums Le­ben. Doch in der Fi­nanz­welt löst der Ver­lust der Schiffs­fracht Ent­set­zen aus. Zwi­schen 15 und 20 Ton­nen Gold in Form von Bar­ren, Mün­zen oder Gold­flit­ter hat­te der Kahn ge­la­den. Ein Groß­teil da­von war für die schwä­cheln­den Ban­ken in New York be­stimmt, die da­mit ihre Kre­di­te und Spe­ku­la­tio­nen ab­si­chern woll­ten. Denn knapp drei Wo­chen zu­vor hat­te ein ein­zi­ger Satz aus Ohio ge­reicht, um die Bör­sen­kur­se an der Wall Street ge­fähr­lich ins Wan­ken zu brin­gen.

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