Schlund der Misswirt­schaft

Volksaufstand Wie ökonomische Probleme zum politischen Umsturz führen können, zeigt die Französische Revolution.
Von Ruth Hoffmann

Ge­köpft Es war das Fa­nal der Re­vo­lu­ti­on, als Kö­nig Lud­wig XVI. am 21. Ja­nu­ar 1793 hin­ge­rich­tet wur­de – nicht zu­letzt weil er jahr­zehn­te­lang das Geld aus­ge­ge­ben hat­te, das an­de­re er­ar­bei­tet hat­ten.

Die Nach­richt vom Aus­bruch der Re­vo­lu­ti­on er­reich­te Lud­wig XVI. in den Wäl­dern von Ver­sailles, als er ge­ra­de sei­ner Lieb­lings­be­schäf­ti­gung nach­ging: der Jagd. Ein Bote be­rich­te­te ihm von den dra­ma­ti­schen Er­eig­nis­sen in Pa­ris, wo eine auf­ge­brach­te Men­ge die Bas­til­le, das be­rüch­tig­te Staats­ge­fäng­nis, ge­stürmt hat­te. Spä­ter nahm der Kö­nig sein Ta­ge­buch zur Hand, in dem er die An­zahl der er­leg­ten Hir­sche und Wild­schwei­ne fest­zu­hal­ten pfleg­te, no­tier­te »rien« und ging schla­fen.

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