Blech gehabt

Geldentwertung Um 1460 zerstörten wertlose Münzen das Vertrauen der Menschen in die Währung.
Von Winfried Dolderer

Wie­ner Pfen­ni­ge Ei­gent­lich wa­ren Mün­zen im Mit­tel­al­ter aus Edel­me­tall.

Es war die blan­ke, hilf­lo­se Wut ei­nes Bür­gers und Kauf­manns, die Burk­hard Zink in Wor­te fass­te. »All­mäch­ti­ger Gott«, klag­te der Augs­bur­ger Stadt­chro­nist des 15. Jahr­hun­derts, »wie gar gü­tig bist du, dass du so viel Un­ge­rech­tig­keit und Bos­heit und Schalk­heit über­siehst. Dass ei­ner den an­dern be­trügt und ver­dirbt und um das Sei­ne bringt, wie hier mit den bö­sen Mün­zen ge­sche­hen ist. Da ist man­cher Mann ver­dor­ben und der an­de­re reich ge­wor­den.«

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 5/2020.