Frondienst mit Freibier

Adelige Junker herrschten über das preußische Landgut Stavenow, untertänige Bauern bestellten die Felder. Die Macht schien klar verteilt – doch im Alltag sah es ganz anders aus.

Jun­ker­burg Um 1900, als die­ses Foto von Gut Stave­now ent­stand, war die Zeit der un­frei­en Bau­ern vor­bei. Gut hun­dert Jah­re zu­vor wur­den die Land­ar­bei­ter ein­ge­ker­kert und ge­fol­tert, wenn sie Fron­ar­beit ver­wei­ger­ten oder die An­ord­nun­gen der Guts­her­ren kri­ti­sier­ten.

Öst­lich der Elbe, auf hal­ber Stre­cke zwi­schen Ber­lin und Ham­burg, herrscht Fried­rich Joa­chim von Kleist um 1768 über das Rit­ter­gut Stave­now. Er wohnt in der Burg Stave­now, ei­nem vier­ecki­gen Wehr­turm aus dem Mit­tel­al­ter, aus­ge­baut zu ei­nem 30 Me­ter lan­gen Her­ren­haus. Da­ne­ben er­he­ben sich eine Ka­pel­le, ein Wirts­haus, meh­re­re Ba­ra­cken für Ta­ge­löh­ner und Ge­sin­de so­wie Stal­lun­gen für 40 Pfer­de und 300 Kühe.

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