Saumagen-Diplomatie

Der Sternekoch Manfred Schwarz hat viele Jahre lang Helmut Kohls Staatsgäste empfangen. Er verrät, wie man mit einem gut inszenierten Menü politisch punkten kann.

Un­ver­ges­sen Ster­ne­koch Man­fred Schwarz stand für Hel­mut Kohl und Bo­ris Jel­zin eben­so am Herd wie für Al­fred Bio­lek und an­de­re Pro­mi­nen­te. Im »Schwarz« in Kirch­heim an der Wein­stra­ße hat er Er­in­ne­rungs­fo­tos auf­ge­hängt.

Ein klei­nes Häus­chen aus ro­tem Sand­stein, di­rekt ne­ben dem ein­glei­si­gen Bahn­hof von Kirch­heim an der Wein­stra­ße: Hier ser­viert der Ster­ne­koch Man­fred Schwarz seit 2017 sei­nen Sau­ma­gen. In sei­nem eins­ti­gen Re­stau­rant, dem »Dei­des­hei­mer Hof«, mach­te Schwarz das ty­pi­sche Pfäl­zer Ge­richt be­kannt. Dort be­koch­te er Bun­des­kanz­ler Hel­mut Kohl und des­sen Gäs­te: Mit Mi­ch­ail Gor­bat­schow stieß Kohl 1990 auf die deut­sche Ein­heit an, mit François Mit­ter­rand und Jac­ques Chi­rac sprach er über Eu­ro­pa, mit Ge­or­ge Bush se­ni­or oder Mar­ga­ret That­cher über Ab­rüs­tung.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2019.