Die Herrin im Hause

Das Kochbuch der Henriette Davidis, 1844 erschienen, fand sich lange in fast jedem bürgerlichen deutschen Haushalt. Generationen von Frauen schwor die Pfarrerstochter auf ein Leben am Herd ein.

Ei­ge­ner Herd ... Nach der Fran­zö­si­schen Re­vo­lu­ti­on ent­stand das Ide­al der Klein­fa­mi­lie, in der die Frau den Haus­halt or­ga­ni­sier­te, wäh­rend der Mann ar­bei­ten ging. Hen­ri­et­te Da­vi­dis woll­te Mäd­chen mit ih­ren Bü­chern auf die­ses Le­ben vor­be­rei­ten (ko­lo­rier­tes Foto ei­ner Haus­frau, um 1900).

Viel­leicht war es ihre päd­ago­gi­sche Lei­den­schaft, die Hen­ri­et­te Da­vi­dis zur er­folg­reichs­ten und be­rühm­tes­ten deut­schen Koch­buch­au­to­rin des 19. Jahr­hun­derts wer­den ließ. Ihr »Prak­ti­sches Koch­buch« er­schien 1844 zum ers­ten Mal; über Ge­ne­ra­tio­nen soll­te es in na­he­zu je­dem bür­ger­li­chen deut­schen Haus­halt zur Grund­aus­stat­tung ge­hö­ren und er­reich­te nicht mehr zu zäh­len­de Mil­lio­nen­auf­la­gen. Noch hun­dert Jah­re spä­ter kam eine 62., viel­fach nach­be­ar­bei­te­te Auf­la­ge des Best­sel­lers her­aus, der 1400 »zu­ver­läs­si­ge und selbst­ge­prüf­te Re­cep­te der ge­wöhn­li­chen und fei­ne­ren Kü­che« ent­hielt.

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