Kein unachtsames Werklein

Die Arztgattin Anna Wecker schrieb 1596 ein Kochbuch, als eine der ersten Autorinnen im deutschsprachigen Raum. Es war ein Wagnis, denn Frauen traute in der Küche niemand viel zu.

Kü­chen­all­tag Auf das Deck­blatt von Anna We­ckers Koch­buch, 1597 in Am­berg er­schie­nen, druck­te der Ver­le­ger eine Kü­chen­sze­ne des spä­ten 16. Jahr­hun­derts. Ähn­lich darf man sich wohl auch die Kü­che der Arzt­gat­tin We­cker vor­stel­len.

Es muss­te dann doch ein Mann da­für sor­gen, dass Anna We­cker ihr Wis­sen nicht für sich be­hielt. Be­vor der Arzt Jo­hann Ja­cob We­cker 1586 in Col­mar starb, hat­te er sei­ne Frau nicht nur »je­der­zeit bey krancken Per­so­nen ger­ne bey und umb sich ge­habt«. Er hat­te ihr auch ein­ge­schärft, auf­zu­zeich­nen, wenn ihre nahr­haf­ten Spei­sen wie­der ge­hol­fen hat­ten, ei­nen Kran­ken auf­zu­päp­peln.

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