Das rote Woodstock

Bei einem großen Fest in Ostberlin 1973 leistete sich die DDR eine kontrollierte Öffnung. Der Jugend gefiel es.
Von Christian Neef

Auf den Welt­ju­gend­fest­spie­len mar­schier­te die FDJ, aber es ging auch lo­cker und frei­zü­gig zu.

Am 25. Juli 1973 schreibt der Schrift­stel­ler Er­win Stritt­mat­ter in sei­ner bran­den­bur­gi­schen Ein­sie­de­lei in sein Ta­ge­buch: »WELT­FEST­SPIE­LE der Ju­gend und Stu­den­ten. Wenn man die mit Zweck­op­ti­mis­mus voll­ge­stopf­ten Zei­tun­gen liest und die Fei­er­lich­keit heu­cheln­den Spre­cher­stim­men im Rund­funk hört (in den Te­le­vi­sor seh ich lie­ber nicht), muss un­ser Teil der Haupt­stadt jetzt ein Fest­haus sein, in dem Ju­bel, Ge­sang, Le­cker­bis­sen und Zir­kus­spie­le ohne Ende sind.«

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