Kultur

Kim

Masken zum Sitzen

Die Farben des zeitgenössischen Recyclings sind Rosa, Weiß und Hellblau.

• Auch man­cher De­si­gner zer­bricht sich den Kopf, wel­chen Bei­trag er in Zei­ten der Pan­de­mie leis­ten kann. Da wur­den etwa Pro­to­ty­pen für Ge­sichts­mas­ken aus dem 3-D-Dru­cker ent­wi­ckelt oder Mehr­weg­mas­ken aus ge­brauch­ten Ein­weg­mas­ken pro­du­ziert – sol­chen, wie sie welt­weit je­den Tag mil­li­ar­den­wei­se im Müll lan­den. Der süd­ko­rea­ni­sche Stu­dent Kim Ha-neul ver­ar­bei­tet die­sen zeit­ty­pi­schen Ab­fall zu Sta­pel­ho­ckern, wo­für er ge­ra­de in der Bran­che ge­fei­ert wird. Ein Vi­deo (un­ter an­de­rem auf sei­nem Ins­ta­gram-Ka­nal zu se­hen) zeigt ihn bei der Ar­beit, in der Hand die Heiß­luft­pis­to­le, im Ge­sicht na­tür­lich ei­nen Mund-Na­sen-Schutz. Durch das Schmel­zen von Kunst­stoffv­lies und Po­ly­pro­py­len­fil­ter er­hält er das Grund­ma­te­ri­al für sei­ne Ho­cker; für ein Bein sind 250 Mas­ken not­wen­dig, für die Sitz­flä­che 750. Zur Aus­wahl ste­hen die ty­pi­schen Mas­ken­far­ben. Letzt­lich wol­le er, so Kim, auf das Pro­blem der Um­welt­ver­schmut­zung hin­wei­sen. Es ist wohl nur eine Fra­ge der Zeit, bis ein Mu­se­um die­se und an­de­re Er­fin­dun­gen der Co­ro­na-Epo­che aus­stellt.

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