»Krass, wie sehr mein Job provoziert«

Verkehr Jana Kühl ist Deutschlands erste »Radprofessorin« – und sieht sich vor allem als Schlichterin zwischen Radlern und Autofahrern.

Kühl, 36, hat an der Ost­fa­lia Hoch­schu­le für an­ge­wand­te Wis­sen­schaf­ten in Salz­git­ter die ers­te von ins­ge­samt sie­ben Pro­fes­su­ren für Rad­ver­kehrs­ma­nage­ment über­nom­men, die der Bund ein­rich­ten lässt. Ziel ist es, Ex­per­ten aus­zu­bil­den, mit de­ren Hil­fe die In­ter­es­sen von Rad­fah­rern künf­tig stär­ker bei der Ver­kehrs­pla­nung be­rück­sich­tigt wer­den sol­len.


SPIEGEL: Frau Kühl, Sie sind kei­ne Ver­kehrs­pla­ne­rin, son­dern ha­ben Geo­gra­fie und So­zio­lo­gie stu­diert. War­um ist das eine gute Kom­bi­na­ti­on, um das Ma­nage­ment des Rad­ver­kehrs zu leh­ren?

Kühl: Weil es bei dem The­ma nicht nur um in­fra­struk­tu­rel­le Fra­gen geht, son­dern vor al­lem um Emo­tio­nen. Es ist doch lei­der so, dass Au­to­fah­ren­de sich durch vie­le Maß­nah­men, die dem Fahr­rad­ver­kehr die­nen, schi­ka­niert füh­len – und Rad­fah­ren­de da­durch, dass et­was für den Pkw-Ver­kehr ge­tan wird. Da pral­len zwei schein­bar un­ver­ein­ba­re Par­tei­en auf­ein­an­der, und ich will ver­su­chen, die De­bat­te durch eine so­zi­al­wis­sen­schaft­li­che Her­an­ge­hens­wei­se zu ver­sach­li­chen.

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