Haus­mit­tei­lung

Pfis­ter in Wa­shing­ton

Do­nald Trumps letz­te Tage im Wei­ßen Haus und sei­ne Zu­kunfts­plä­ne soll­ten im Mit­tel­punkt der Ti­tel­ge­schich­te die­ser Wo­che ste­hen – bis Mitt­woch­mit­tag Orts­zeit, bis ein ge­walt­tä­ti­ger Mob zum Sturm auf den Kon­gress in Wa­shing­ton an­setz­te und die gan­ze Welt scho­ckier­te. Wa­shing­ton-Kor­re­spon­dent René Pfis­ter re­kon­stru­ier­te zu­sam­men mit ei­nem Au­to­ren­team den Putsch­ver­such. Als die De­mons­tran­ten ins Ka­pi­tol ein­dran­gen, mach­te sich Pfis­ter zu Fuß auf den Weg vom Wa­shing­to­ner SPIEGEL-Büro zum Par­la­ment. Auf der Wie­se vor dem Ge­bäu­de traf er auf Trump-An­hän­ger, die ganz be­seelt von ih­rem Er­folg wa­ren und schrien: »Wir ha­ben die Wahl Bi­dens ge­stoppt!« Sein Kol­le­ge Ro­land Nel­les ge­riet vor dem Kon­gress in die Trä­nen­gas­schwa­den der Po­li­zei, die viel zu spät an­ge­rückt war und nun ver­zwei­felt ver­such­te, den Si­cher­heits­be­reich rund um das Par­la­ment zu räu­men. »Das Le­ben«, so sagt Nel­les, »fühlt sich hier an, als wäre man Teil ei­nes Sci­ence-Fic­tion-Films, lei­der ei­nes sehr schlech­ten.« zum Ar­ti­kel

Schmer­gal, Spahn in Ber­lin

Seit Be­ginn sei­ner Amts­zeit 2018 ver­folgt SPIEGEL-Re­dak­teu­rin Cor­ne­lia Schmer­gal die Ar­beit von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn. In der Co­ro­na­kri­se habe er vie­les rich­tig ge­macht, sagt Schmer­gal. In Deutsch­land wur­de an­fangs mehr ge­tes­tet als in vie­len an­de­ren Län­dern, die Kli­ni­ken hiel­ten ge­nü­gend In­ten­siv­bet­ten frei. Doch so glän­zend wie sei­ne Be­liebt­heits­wer­te sei­en sei­ne Leis­tun­gen nicht, sagt Schmer­gal, die mit ei­nem SPIEGEL-Team eine Bi­lanz der Ar­beit des Mi­nis­ters zieht. Beim Schutz der Al­ten­hei­me etwa habe Spahn ver­sagt. Und nun krat­zen die Kla­gen über den Man­gel an Impf­stoff an sei­nem An­se­hen. »Es hat et­was Tra­gi­sches«, sagt Schmer­gal. »Spahn hät­te mit ei­nem ge­lun­ge­nen Impf­start sei­ne Be­liebt­heit noch stei­gern kön­nen, auch in der CDU, wo ihn ei­ni­ge schon als Kanz­ler­kan­di­da­ten se­hen. Doch die Impf­pro­ble­me ha­ben ihm vie­les ver­mas­selt.« zum Ar­ti­kel

Im Ok­to­ber 2019 wur­de die Ak­ti­vis­tin Ir­me­la Men­sah-Schramm vom Amts­ge­richt Ei­se­nach we­gen Sach­be­schä­di­gung ver­ur­teilt: Sie hat­te an ei­ner Haus­wand den Schrift­zug »Nazi Kiez« mit ei­nem Herz über­sprüht. SPIEGEL-Mit­ar­bei­ter Yan­nick Ram­sel be­glei­te­te Men­sah-Schramm in den Mo­na­ten da­nach. Seit fast 35 Jah­ren ent­fernt die 75-jäh­ri­ge Ber­li­ne­rin rechts­ra­di­ka­le Bot­schaf­ten aus dem öf­fent­li­chen Raum und do­ku­men­tiert ihre Ar­beit. Ram­sel durf­te als ers­ter Jour­na­list ihre kom­plet­ten Auf­zeich­nun­gen stu­die­ren: mehr als 10 000 Sei­ten ih­res Ta­ge­buchs, dazu Tau­sen­de Fo­tos und Sti­cker. »Die No­ti­zen von Men­sah-Schramm sind ein Stück Zeit­ge­schich­te«, sagt er. »Sie zei­gen nicht nur, wie all­ge­gen­wär­tig der Ras­sis­mus in Deutsch­land ist, son­dern auch, wie vie­le dar­an acht­los vor­bei­lau­fen.« zum Ar­ti­kel

Auch wenn die meis­ten Staa­ten die Er­hit­zung der Erde stop­pen wol­len, steigt der CO2-Aus­stoß noch im­mer. Die Ti­tel­ge­schich­te des Kin­der-Nach­rich­ten-Ma­ga­zins »Dein SPIEGEL« er­klärt die Kli­ma­kri­se und zeigt, dass es trotz­dem noch Hoff­nung gibt. Au­ßer­dem im Heft: Das Earthship-Haus bei Din­kels­bühl be­heizt sich selbst und pro­du­ziert ei­ge­nen Strom. Und: SpaceX-Vi­ze­chef Hans Kö­nigs­mann spricht mit Kin­der­re­por­tern dar­über, wie man Men­schen zum Mars schi­cken kann. »Dein SPIEGEL« er­scheint am Diens­tag.