Haus­mit­tei­lung

Hrafns­son, Schind­ler in Reyk­ja­vík

Als Re­dak­teur Jörg Schind­ler jüngst auf den Spu­ren Ju­li­an Ass­an­ges nach Reyk­ja­vík reis­te, brach­te ihn der Wi­ki­Leaks-Chef­re­dak­teur Kris­tinn Hrafns­son an ei­nen Ort, der an­geb­lich »nicht exis­tiert«. Es war nicht die ein­zi­ge Si­tua­ti­on, in der sich zeig­te, dass die Din­ge im Fall Wi­ki­Leaks oft an­ders sind, als sie schei­nen. Zu­sam­men mit Diet­mar Pie­per und Mar­cel Ro­sen­bach zeich­net Schind­ler den dra­ma­ti­schen Le­bens­weg des Wi­ki­Leaks-Grün­ders nach, über des­sen mög­li­che Aus­lie­fe­rung an die USA von Mon­tag an ein bri­ti­sches Ge­richt be­fin­den wird. Für den SPIEGEL und an­de­re lang­jäh­ri­ge Me­di­en­part­ner von Wi­ki­Leaks hat die­ser Pro­zess be­son­de­re Be­deu­tung. Denn es sieht so aus, als woll­te die Re­gie­rung Do­nald Trumps nicht nur Ass­an­ge weg­sper­ren, son­dern da­mit auch eine Blau­pau­se für die Ver­fol­gung kri­ti­scher Jour­na­lis­ten schaf­fen. »Man muss Ass­an­ge nicht mö­gen, um von die­ser Ent­wick­lung alar­miert zu sein«, sagt Schind­ler. zum Ar­ti­kel

Ha­cken­broch, Dros­ten in Ber­lin

Ist das neu­ar­ti­ge Co­ro­na­vi­rus noch zu stop­pen? Ein SPIEGEL-Team um die Re­dak­teu­re Jo­hann Grol­le und Ve­ro­ni­ka Ha­cken­broch hat mit For­schern, Ärz­ten und Be­trof­fe­nen ge­spro­chen, um her­aus­zu­fin­den, wie sich die Welt auf den Er­re­ger vor­be­rei­tet. Ge­org Fah­ri­on be­schreibt aus Pe­king die An­stren­gun­gen der chi­ne­si­schen Füh­rung. Fritz Schaap be­ob­ach­te­te Ex­per­ten der WHO in Afri­ka. Uwe Buse be­frag­te Pas­sa­gie­re des Kreuz­fahrt­schiffs »Dia­mond Prin­cess«, das lan­ge un­ter Qua­ran­tä­ne stand. Und Ha­cken­broch be­such­te den Vi­ro­lo­gen Chris­ti­an Dros­ten in der Ber­li­ner Cha­rité, wo das Vi­rus un­ter­sucht wird. Dort zeig­te man ihr ein Plas­tik­ge­fäß mit ei­nem Stück­chen Vi­rus-RNA, dem Erb­gut des Er­re­gers; sie durf­te es mit­neh­men. »Die RNA wird an La­bors in al­ler Welt ver­schickt«, sagt sie, »die Pro­be ist völ­lig un­ge­fähr­lich.« zum Ar­ti­kel

An­fang 2019 hat­ten Chef­re­dak­ti­on und Ge­schäfts­füh­rung des SPIEGEL eine Kom­mis­si­on da­mit be­auf­tragt, die Vor­gän­ge rund um den Fäl­schungs­fall Claas Re­lo­ti­us auf­zu­klä­ren. Ende Mai 2019 wur­de dann der Be­richt der Kom­mis­si­on ver­öf­fent­licht (SPIEGEL 22/​2019). Nun ist au­ßer­dem wie ge­plant eine Om­buds­stel­le ein­ge­rich­tet wor­den: Un­ter om­buds­stel­le@spiegel.de kön­nen auch Sie, lie­be Le­se­rin­nen und Le­ser, uns künf­tig Hin­wei­se auf mög­li­che Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten in der Be­richt­er­stat­tung zu­sen­den. Un­ter hin­weis­ge­ber-spiegel@bmz-recht.de ist dies auch an­onym über den ex­ter­nen Rechts­an­walt Til­mann Kru­se mög­lich. Do­ku­men­ta­ti­ons­jour­na­lis­tin Sus­mi­ta Arp, Nach­rich­ten­chef Ste­fan Wei­gel und der Lei­ter der Rechts­ab­tei­lung, Jan Sie­gel, wer­den den Hin­wei­sen nach­ge­hen.

Wel­che Ar­ti­kel fin­den un­se­re Le­se­rin­nen und Le­ser be­son­ders gut? Mit die­ser Fra­ge sind wir in die neue Ma­ga­zin­rei­he SPIEGEL LE­SE­ZEI­CHEN ge­star­tet. Das Ziel: zwei­mal im Jahr in ei­nem Heft die bes­ten Re­por­ta­gen, Por­träts, In­ter­views und Ana­ly­sen zu­sam­men­zu­fas­sen – die so­mit ein Le­se­zei­chen wert sind. Rund 3000 SPIEGEL-Le­ser be­wer­te­ten und kom­men­tier­ten die Tex­te, sechs Ku­ra­to­ren tra­fen die Aus­wahl. Am Diens­tag liegt die ers­te Aus­ga­be am Ki­osk. Wir sind ge­spannt auf Ihr Feed­back.