»Wir haben es mit dem Kapitalismus übertrieben«

SPIEGEL-Gespräch Die Aktivistin Luisa Neubauer, 24, und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, 78, streiten über die richtigen Antworten auf den Klimawandel, die Schuld der älteren Generation und die Langsamkeit der Demokratie.

Bun­des­tags­prä­si­dent Schäu­b­le, Ak­ti­vis­tin Neu­bau­er auf dem Dach des Reichs­tags­ge­bäu­des in Ber­lin

SPIEGEL: Herr Schäu­b­le, hat die­se Be­geg­nung mit Lui­sa Neu­bau­er für Sie auch et­was Un­an­ge­neh­mes?

Schäu­b­le: Nein, ich freue mich, sie ken­nen­zu­ler­nen. Wie­so soll­te mir das un­an­ge­nehm sein?

SPIEGEL: Weil Fri­days for Fu­ture Ih­nen, Ih­rer Par­tei und Ih­rer Ge­ne­ra­ti­on vor Au­gen führt, was Sie in der Kli­ma­po­li­tik al­les ver­säumt ha­ben. Und wel­che Pro­ble­me Sie da­mit künf­ti­gen Ge­ne­ra­tio­nen hin­ter­las­sen.

Schäu­b­le: Ich wür­de mir nicht jede Ih­rer For­mu­lie­run­gen zu ei­gen ma­chen, aber im Kern ist Ihre Be­schrei­bung nicht zu be­strei­ten, fürch­te ich. Da ist es doch erst recht schön, Men­schen ken­nen­zu­ler­nen, die nach­ho­len, was wir ver­säumt ha­ben.

SPIEGEL: Frau Neu­bau­er, neh­men Sie ihm die Freu­de über Ih­ren Ak­ti­vis­mus ab?

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