Klimaschafe für VW

Augenzeugin  Die Schäferin Uta Wree, 48, hat rund tausend Tiere. Ihre Herden stehen bei Schleswig, auf Sylt und auf einem norddeutschen Deich. Um sie alle zu hüten, beschäftigt sie Helfer. Für den Naturhaushalt ist Wrees Arbeit wichtig, die Zukunft ihrer Branche dagegen: unsicher.

»Wir Schä­fer soll­ten mit CO²-Zer­ti­fi­ka­ten han­deln: Un­se­re Her­den be­trei­ben Küs­ten­schutz und ver­mei­den Koh­len­di­oxid­emis­sio­nen. War­um? Weil wir nicht mit Ma­schi­nen das Feld be­stel­len, um un­se­re Tie­re an­schlie­ßend mit dem Fut­ter zu mäs­ten. Wir wi­ckeln kein Heu in Plas­tik, brau­chen kein Soja aus Über­see. Wir kön­nen Le­bens­mit­tel art­ge­recht dort pro­du­zie­ren, wo es kein an­de­rer Bau­er kann: in Steil­la­gen, Hei­de- oder Über­schwem­mungs­ge­bie­ten. Ei­gent­lich soll­te VW sich Kli­ma­scha­fe hal­ten. Na­tur­schutz ist doch im­mer ein Ab­lass­han­del. Ich wür­de für ei­nen Au­to­kon­zern so­fort eine scheck­heft­ge­pfleg­te Her­de be­trei­ben!

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