Die neue Sys­tem­frage

Essay Der Kampf gegen Diskriminierung beherrscht die Debatten – im Kern aber geht es dabei um etwas anderes: unsere Gesellschaftsordnung zu überwinden.

Von Andreas Rödder

Can­cel cul­tu­re« hät­te das Wort des Jah­res 2020 wer­den kön­nen, wäre nicht die »Co­ro­na-Pan­de­mie« da­zwi­schen­ge­kom­men. Die Fäl­le häu­fen sich, sa­gen die ei­nen: Die­ter Nuhr, den die Deut­sche For­schungs­ge­mein­schaft we­gen ei­ner kri­ti­schen Be­mer­kung über Gre­ta Thun­berg von ih­rer Web­site nahm; Jo­an­ne K. Row­ling, die ei­nen Shits­torm we­gen »Trans­pho­bie« ern­te­te, weil sie sich dar­über mo­kier­te, Frau­en als »Men­schen, die men­stru­ie­ren« zu be­zeich­nen; oder die Jour­na­lis­tin Bari Weiss, die bei der »New York Times« kün­dig­te, weil sie ei­nen »neu­en Mc­Car­thy­is­mus« be­klag­te, nur dies­mal von links. Ent­wick­lun­gen in den USA wer­den da­bei be­son­ders auf­merk­sam be­ob­ach­tet, weil er­fah­rungs­ge­mäß vie­les, was sich dort er­eig­net, zeit­ver­setzt auch in Eu­ro­pa ein­tritt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 52/2020.