»Wir fighten alleine«

Veranstaltungsbranche Der Musiker Herbert Grönemeyer, 64, fordert eine Sonderabgabe für Reiche zur Rettung der Kultur.

Sän­ger Grö­ne­mey­er »Je­man­den elek­tri­sie­ren«

SPIEGEL: Herr Grö­ne­mey­er, wie ist es Ih­nen seit Aus­bruch der Pan­de­mie er­gan­gen?

Grö­ne­mey­er: An­fang des Jah­res mach­te ich ein Thea­ter­stück mit Her­bert Fritsch in Bo­chum, das hieß »Her­bert« und muss­te lei­der eine Wo­che vor der Pre­mie­re ab­ge­sagt wer­den. Dann durf­te ich di­ri­gie­ren in Lu­zern, das wur­de im April ver­scho­ben. Und im De­zem­ber woll­ten wir mit Or­ches­ter auf Tour­nee ge­hen, das muss­ten wir dann auch can­celn. In­so­fern hat sich durch den ak­tu­el­len Shut­down nicht viel ge­än­dert: Das Vi­rus macht die Tür zu. Für mich per­sön­lich ist das si­cher nicht so kom­pli­ziert. Aber vie­le So­lo­selbst­stän­di­ge, die da mit dran­hän­gen – ich al­lein habe 120 Leu­te in mei­ner Live-Crew –, ver­die­nen von jetzt auf gleich gar nichts mehr. Das geht ih­nen so wie den Thea­tern und Schau­stel­lern, Freun­den und Be­kann­ten, Selbst­stän­di­gen wie mit­tel­stän­di­schen Be­trie­ben.

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