»Ich habe immer vor Leichtsinn gewarnt« / »Ganz Deutschland ist ein Hotspot«

SPIEGEL-Streitgespräch Bayern testet eifrig, Hamburg verhängt nur moderate Geldbußen. Die Regierungschefs Markus Söder, 53 (CSU), und Peter Tschentscher, 54 (SPD), über das Ringen der Bundesländer um die richtige Corona-Politik.

Mi­nis­ter­prä­si­dent Sö­der, Bür­ger­meis­ter Tschent­scher

SPIEGEL: Herr Sö­der, Herr Tschent­scher, Sie ha­ben bis Ende Sep­tem­ber ge­mein­sam die Mi­nis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz ge­lei­tet. Ein hal­bes Jahr lang wa­ren Sie in die­ser Funk­ti­on an der Sei­te der Kanz­le­rin die obers­ten Co­ro­na-Be­kämp­fer des Lan­des. Kön­nen Sie sich über­haupt noch se­hen?

Tschent­scher: Ja, un­be­dingt. Die At­mo­sphä­re war im­mer freund­lich und sach­be­zo­gen. Un­ser Ver­hält­nis ist si­cher nicht schlech­ter ge­wor­den.

Sö­der: So­gar bes­ser. Un­se­re bei­den Bun­des­län­der wa­ren ja in der ers­ten Wel­le stark be­trof­fen, vor al­lem durch Ur­laubs­rück­keh­rer aus Öster­reich, und wir muss­ten kon­se­quent han­deln. Herr Tschent­scher hat die SPD-ge­führ­ten Län­der gut ko­or­di­niert, das ist ja gar nicht so ein­fach.

Tschent­scher: Ich darf dar­an er­in­nern, dass es auch im La­ger der uni­ons­ge­führ­ten Bun­des­län­der die eine oder an­de­re Ex­tra­tour gab. Aber es ist Auf­ga­be der vor­sit­zen­den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten, das Gan­ze im Blick zu ha­ben, ob ihre Län­der von der Pan­de­mie nun stär­ker oder schwä­cher be­trof­fen sind. Das ist ge­lun­gen. Bay­ern und Ham­burg wa­ren ge­mein­sam mit dem Kanz­ler­amt Takt­ge­ber bei der Co­ro­na-Be­kämp­fung.

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