KRISENGE­WINNER

Puz­zle Der ame­ri­ka­ni­sche De­si­gner Jo­na­than Ad­ler hat nicht nur Mö­bel und Woh­nac­ces­soires im An­ge­bot. Puz­zle mit 750 Tei­len, um 55 Euro

In deut­schen Wohn­zim­mern flie­gen seit Mo­na­ten schon Mo­no­po­ly-Geld­schei­ne, Mensch-är­ge­re-Dich-nicht-Fi­gu­ren und Knif­fel-Wür­fel um­her; alte Brett- und Ge­sell­schafts­spie­le wur­den aus der Ver­sen­kung ge­holt, neue ge­kauft. Seit März wird ge­scrab­belt, ge­wür­felt - und ja, auch ge­bal­lert wie nie. Vi­deo­spie­le ver­zeich­nen Nut­zer­re­kor­de, Puz­zles ha­ben Lie­fer­eng­päs­se, und ge­ra­de die mit mehr als 1000 Tei­len ver­kau­fen sich so gut wie sonst nur zu Weih­nach­ten, ver­mel­det Ra­vens­bur­ger. Der Deut­sche Ver­band der Spiel­wa­ren­in­dus­trie freut sich über ein Ge­schäfts­wachs­tum von acht Pro­zent al­lein im ers­ten Quar­tal. »Am liebs­ten ver­trei­be ich mir die Zeit mit Uno«, er­zählt Hob­by-Kar­ten- und Pro­fi-Ten­nis­spie­le­rin An­ge­li­que Ker­ber. Bis­her leb­te sie ihre Lei­den­schaft un­ter­wegs oder zwi­schen ih­ren Matches aus. Doch die Kri­se ge­bie­tet seit Mo­na­ten: »Bleibt zu Hau­se.« Da­von pro­fi­tiert nicht nur die Spiel­wa­ren-, son­dern auch die Lu­xus­bran­che, die eben­so ex­klu­si­ve wie de­ko­ra­ti­ve Va­ri­an­ten an­bie­tet, um den Spiel­trieb ih­rer Kun­den zu be­frie­di­gen. Da­mit sieht dann auch je­des Wohn­zim­mer gleich viel bes­ser aus.

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