Digitaler Stoff

Digital Die Krise hat eine Vielzahl von neuen Ideen hervorgebracht – auch in der Mode. Designer und Labels präsentieren sich auf digitalen Modeschauen und Messen, einige haben sogar virtuelle Kleidungsstücke in ihren Kollektionen. Statt Models sind immer häufiger Avatare in Kampagnen und auf Laufstegen im Netz zu sehen. Die neuen Möglichkeiten sind mehr als nur Notlösungen. Oder hätten Sie gedacht, dass die Frau links nur aus Bits und Bytes besteht?
Von Barbara Markert 

Vir­tu­al Rea­li­ty Shu­du trägt Top und Rock, je 1500 Euro, Le­der­schu­he, 890 Euro, al­les von Dior; Arm­reif aus Weiß­gold, 3780 Euro, und aus Gelb- und Weiß­gold mit Dia­man­ten, 6330 Euro, bei­des von Fope; Ket­te aus Roségold mit Her­zan­hän­ger und Dia­man­ten, 7660 Euro, Col­lier »Hap­py Hearts« aus Roségold mit Dia­man­ten und Perl­mutt, 37 800 Euro, bei­des von Cho­pard; Kreo­len aus Roségold mit Ke­ra­mik, 2810 Euro, von Bul­ga­ri

Zart­ro­sa blü­hen­de Bäu­me, plät­schern­de Bä­che und mil­des Son­nen­licht, das durch die Wip­fel scheint. Durch die mär­chen­haf­te Ku­lis­se stol­pern zwei li­vrier­te La­kai­en, be­la­den mit ei­nem Schrank­kof­fer vol­ler Ro­ben im Mi­nia­tur­for­mat. Die Nym­phen des Wal­des sind zu­nächst er­staunt über die Be­su­cher und de­ren Ge­päck, dann ver­führt. Ver­zückt pro­bie­ren sie Klei­der an; der idyl­li­sche Forst ver­wan­delt sich in ei­nen Lauf­steg der Träu­me. Eine Vier­tel­stun­de dau­ert das auf­wen­di­ge Film­chen, das Chris­ti­an Dior im Juli prä­sen­tier­te und das zum High­light der erst­mals vir­tu­ell statt­fin­den­den Hau­te-Cou­ture-Wo­che in Pa­ris avan­cier­te.

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