Digitale Muße, analoges Genießen

Vieles da draußen fühlt sich zurzeit anstrengend und lustfeindlich an. Trotzdem gut möglich, dass wir auf dem Weg in eine bessere Zukunft sind. Für den Anfang hilft ein Perspektivwechsel im Kopf.
Von Harald Welzer 

Raus aus dem Hams­ter­rad Die Kri­se hat uns neue Rou­ti­nen auf- ge­zwun­gen, ler­nen wir sie schätzen? 

Fern­rei­sen? Na, im Mo­ment wohl eher nicht. Kreuz­fahr­ten? Be­rei­ten eben­falls Un­be­ha­gen. Wenn so­gar Mal­lor­ca und die Ka­na­ren nicht mehr safe sind. Wie eng die ana­lo­ge Welt doch wird, wenn sie nicht mehr glo­bal zum Kon­sum zur Ver­fü­gung steht! Auch Shop­pen hat an Reiz ver­lo­ren, seit Ab­stands­re­geln und Mund­schutz den Er­leb­nis­wert ein­schrän­ken. Und in Ho­tels, Re­stau­rants und Bars er­in­nern Be­die­nun­gen mit Plas­tik­vi­sie­ren und Mas­ken so­wie die For­mu­la­re per­ma­nent dar­an, dass die neue Nor­ma­li­tät al­les an­de­re als nor­mal ist. Son­dern an­stren­gend, un­lo­cker, ge­nuss­feind­lich.

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