Kultur

Jenk­ins, Win­ger, Wood in »Ka­jil­lio­nai­re«

Brillante Verlierer

• Auf den ers­ten Blick se­hen sie wie Voll­idio­ten aus, die Mit­glie­der der kri­mi­nel­len und ex­trem schlecht an­ge­zo­ge­nen Klein­fa­mi­lie, die in Mi­ran­da Ju­lys neu­em Film »Ka­jil­lio­nai­re« als Hel­den auf­tre­ten. Die in Ka­li­for­ni­en le­ben­de Schrift­stel­le­rin und Fil­me­ma­che­rin July ist be­kannt für skur­ri­le Bü­cher wie »Der ers­te fie­se Typ« und splee­ni­ge Fil­me wie »Ich und du und alle, die wir ken­nen«. In ih­rem neu­en Werk lässt sie die Hol­ly­woo­dalt­stars De­bra Win­ger und Ri­chard Jenk­ins ein her­un­ter­ge­kom­me­nes Trick­be­trü­ger­paar spie­len. Ge­mein­sam mit der be­reits er­wach­se­nen Toch­ter (Evan Ra­chel Wood) strol­chen die bei­den durch die Ar­men­vier­tel von Los An­ge­les. Auf ei­nem sei­ner meist frucht­lo­sen Raub­zü­ge lernt das Ga­no­ven­trio die eher brav-bür­ger­li­che Aben­teu­re­rin Me­la­nie (Gina Ro­d­ri­guez) ken­nen und rüs­tet sich mit ihr für neue Coups – da tut sich zwi­schen den bei­den jun­gen Frau­en plötz­lich ein Ab­grund an Ei­fer­sucht auf. Es dau­ert ein biss­chen, bis die fa­mi­li­en- und ka­pi­ta­lis­mus­kri­ti­sche Ko­mik die­ser in kunst­voll ar­ran­gier­ten Bil­dern er­zähl­ten Ko­mö­die zu­ta­ge tritt. Aber die Warm­her­zig­keit, mit der July ihre Fi­gu­ren be­trach­tet und den Zu­schaue­rin­nen und Zu­schau­ern na­he­bringt, ist un­be­dingt be­wun­derns­wert.

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