Der dritte Krieg

Kaukasus Der Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan um die Region Bergkarabach hat Nune Gabrieljan und ihre Familie zu Flüchtlingen gemacht – wie Zehntausende Menschen. An Frieden glaubt sie nicht mehr.

Ge­flüch­te­te Ga­bri­el­jan (hin­ten, 3. v. r.) mit Fa­mi­lie: Wie­der von null an­fan­gen

Neu­lich war Nune Ga­bri­el­jan noch ein­mal zu Hau­se, in Berg­ka­ra­bach. Sie woll­te im Haus nach dem Rech­ten se­hen und im Gar­ten Gra­nat­äp­fel pflü­cken für ihre En­kel­kin­der. Von Go­ris in Ar­me­ni­en, wo­hin sie ge­flüch­tet ist, fuhr sie mit dem Auto zu­rück nach Mar­ta­kert in Berg­ka­ra­bach. Aber sie muss­te um­dre­hen. Droh­nen kreis­ten am Him­mel, »als flö­ge ein Schwarm Ra­ben über uns«, sagt die 49-Jäh­ri­ge. Die Stra­ße wur­de be­schos­sen. Der Waf­fen­still­stand, der für Berg­ka­ra­bach ver­kün­det wor­den war – »es gibt ihn nicht«, sagt sie.

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