»Es hat funktio­niert«

Geldpolitik Der französische Währungshüter François Villeroy de Galhau über die Rettung der europäischen Wirtschaft, Inflationsziele und die Vergemeinschaftung der Schulden

No­ten­bank­chef Vil­le­roy »Die Zen­tral­ban­ken sind voll hand­lungs­fä­hig«

Vil­le­roy de Gal­hau, 61, ist seit 2015 Gou­ver­neur der Ban­que de Fran­ce und Rats­mit­glied der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). Er ist ge­bür­ti­ger El­säs­ser und ent­stammt der In­dus­tri­el­len­fa­mi­lie Vil­le­roy de Gal­hau, die Mit­ei­gen­tü­mer des Ke­ra­mik­kon­zerns Vil­le­roy & Boch ist.

SPIEGEL: Herr Gou­ver­neur, in ganz Eu­ro­pa stei­gen die Co­vid-19-Zah­len steil an. Stel­len Sie sich be­reits auf ei­nen zwei­ten Lock­down ein?

Vil­le­roy: Die Maß­nah­men, die der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Em­ma­nu­el Ma­cron die­se Wo­che an­ge­kün­digt hat, sol­len ge­nau das ver­hin­dern. Wäh­rend des ers­ten Aus­bruchs der Pan­de­mie im März ist die fran­zö­si­sche Wirt­schaft um ein Drit­tel ge­schrumpft. Das war zwar ein fürch­ter­li­cher Ab­sturz. Aber da­nach gab es eine Er­ho­lung, die schnel­ler ver­lief als er­war­tet. Heu­te sind 90 Pro­zent der Wirt­schaft in gu­ter Ver­fas­sung, wäh­rend Sek­to­ren wie der Tou­ris­mus oder die Au­to­mo­bil- und Luft­fahrt­in­dus­trie wei­ter lei­den. Die Re­gie­run­gen soll­ten ihre Hil­fen des­halb auf die­se Sek­to­ren kon­zen­trie­ren.

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