»Intelligent steuern«

Koalitionen Grünenfraktionschef Anton Hofreiter, 50, über den Sinn eines Baustopps für Autobahnen

Po­li­ti­ker Hof­rei­ter »Es geht um den Ernst der Kli­ma­kri­se«

SPIEGEL: Herr Hof­rei­ter, fin­den Sie den mas­si­ven Pro­test ge­gen den Aus­bau der Bun­des­au­to­bahn A 49 im Dan­nen­rö­der Forst ge­recht­fer­tigt?

Hof­rei­ter: Die Ent­schei­dung über den Aus­bau der A 49, die auf Bun­des­ebe­ne ge­trof­fen wur­de, hal­te ich an­ge­sichts der öko­lo­gi­schen Kri­sen, die im­mer dring­li­cher wer­den, für pro­ble­ma­tisch. Die A 49 ist ein ur­al­tes Pro­jekt, die Pla­nun­gen rei­chen in die Sieb­zi­ger­jah­re zu­rück. Seit­dem hat sich aber eine Men­ge ver­än­dert. Trotz­dem trei­ben An­dre­as Scheu­er und Co. die­sen Bau ein­fach im­mer wei­ter vor­an. Des­halb sind wir für ein Mo­ra­to­ri­um.

SPIEGEL: Ih­ren Par­tei­freund Tarek Al-Wa­zir, den hes­si­schen Ver­kehrs­mi­nis­ter, brin­gen Sie da­mit in eine miss­li­che Lage. Er muss den Aus­bau laut Ko­ali­ti­ons­ver­trag durch­zie­hen.

Hof­rei­ter: Er ver­wal­tet als Lan­des­ver­kehrs­mi­nis­ter die Auf­trä­ge des Bun­des. Uns geht es dar­um, auf Bun­des­ebe­ne die Be­din­gun­gen zu ver­än­dern. Die hes­si­schen Grü­nen wa­ren üb­ri­gens auch im­mer ge­gen die­ses Pro­jekt. Aber sie kön­nen nichts da­ge­gen tun, weil über eine Bun­des­au­to­bahn auf Bun­des­ebe­ne ent­schie­den wird.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 43/2020.