Systemsprenger

Einheit Holger Friedrich wuchs in einem Ost-Berliner Plattenbau auf, heute besitzt er eine Villa am Wannsee, eine Jacht mit seinem Namen, eine internationale Schule in Mitte und eine Hauptstadtzeitung. Dazu gehört er aber immer noch nicht.
Von Alexander Osang

Un­ter­neh­mer Fried­rich »Hal­t's Maul, Deutsch­land!«

Fried­rich bringt sei­ne Sta­si­ak­te im Fer­ra­ri. Es ist ein Sams­tag­mor­gen im Sep­tem­ber, der Fer­ra­ri ist hell­grau, die Akte dick. Sie steckt in ei­ner gro­ßen schwar­zen Ein­kaufs­tü­te, auf der steht: Power To The Play­ers. Hol­ger Fried­rich trägt Bu­da­pes­ter Schu­he, ohne So­cken, wie er es mag. Er hat auch wie­der die hüb­sche, klei­ne Rei­se­ta­sche aus wei­chem Le­der da­bei. Leich­tes Ge­päck für die Flucht könn­te das be­deu­ten. Das ist sein Dress­code. Dazu trägt er meist sehr gute Hem­den und ei­nen Bart, der we­ni­ger an ei­nen Hips­ter er­in­nert als an ei­nen Za­ren­mör­der.

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