Haus­mit­tei­lung

QA­non-Kri­ti­ker, Schmidt

Es be­gann 2017 mit ei­nem an­ony­men Ein­trag in ei­nem Fo­rum im In­ter­net, in­zwi­schen hat sich die Ver­schwö­rungs­theo­rie von QA­non welt­weit ver­brei­tet. Die An­hän­ger der Be­we­gung, auch in Deutsch­land, glau­ben un­ter an­de­rem, dass die Pan­de­mie eine Er­fin­dung ist und eine welt­weit agie­ren­de Eli­te Kin­der ent­führt, um aus de­ren Blut eine Dro­ge zu ge­win­nen. Der ver­meint­li­che Ret­ter: Do­nald Trump. Ein Team um Chris­toph Scheu­er­mann und Spiegel-Mit­ar­bei­ter Da­ni­el Schmidt hat die ra­san­te Ver­brei­tung des Kults re­cher­chiert. »Die Be­we­gung ist des­halb so ge­fähr­lich, weil sie Rechts­ra­di­ka­le, Eso­te­ri­ker und ge­mä­ßig­te Kri­ti­ker der Co­ro­na-Po­li­tik an­zieht und bis tief ins bür­ger­li­che La­ger vor­dringt«, sagt Scheu­er­mann. In den USA be­ken­nen sich in­zwi­schen zwei Dut­zend Kan­di­da­ten der Re­pu­bli­ka­ner zu QA­non. Die Chan­cen ste­hen gut, dass im No­vem­ber ei­ni­ge von ih­nen in den Kon­gress ein­zie­hen. zum Ar­ti­kel

Die Wahl zum Welt­fuß­bal­ler brach­te in den ver­gan­ge­nen Jah­ren sel­ten Über­ra­schun­gen. Fast im­mer ge­wan­nen Cris­tia­no Ro­nal­do oder Lio­nel Mes­si, ein­mal konn­te sich der Kroa­te Luka Mod­rić durch­set­zen. Sie alle kön­nen her­aus­ra­gend ki­cken. Doch die Spie­ler eint noch et­was: Sie ha­ben Steu­ern in Mil­lio­nen­hö­he hin­ter­zo­gen. In die­sem Jahr ist nun der Pole Ro­bert Le­wan­dow­ski Fa­vo­rit bei der Welt­fuß­bal­ler­wahl. Wäh­rend der Stür­mer­star von Bay­ern Mün­chen in den ver­gan­ge­nen Mo­na­ten auf dem Fuß­ball­platz glänz­te, wer­te­te das In­ves­ti­ga­tiv­team des SPIEGEL Hun­der­te Sei­ten Kon­to­un­ter­la­gen, Ver­trä­ge und Mails aus, die vie­le Fra­gen auf­wer­fen, auch Steu­er­fra­gen. Es geht un­ter an­de­rem um ein du­bio­ses Mil­lio­nen­dar­le­hen. »Die Vor­wür­fe ge­gen Le­wan­dow­ski sind mas­siv. Der Spie­ler weist sie zwar zu­rück, aber sei­ne Ant­wor­ten auf un­se­re Fra­gen sind vol­ler Un­ge­reimt­hei­ten«, sagt Re­por­ter Ra­fa­el Busch­mann. zum Ar­ti­kel

Schießl

Die Afri­ka­ni­sche Schwei­ne­pest ist bei Wild­schwei­nen in Deutsch­land an­ge­kom­men, trotz­dem hät­ten die deut­schen Schwei­ne­hal­ter ei­gent­lich nichts zu be­fürch­ten. Hal­ten sie die Hy­gie­ne­vor­schrif­ten ein, kann das Vi­rus nicht auf ihre Haus­schwei­ne über­sprin­gen. Doch der Ein­fuhr­stopp asia­ti­scher Län­der zeigt die Ab­hän­gig­keit der Bran­che von Ex­por­ten. Sicht­bar wird ein gna­den­lo­ses Sys­tem, in dem Tie­ren un­end­li­ches Leid zu­ge­fügt wird, Bau­ern aus­ge­presst wer­den, Schlacht­ar­bei­ter zu Bil­lig­löh­nen schuf­ten müs­sen – nur da­mit die Welt mit Bil­lig­fleisch be­glückt wird. »Dass Deutsch­land so viel Schwei­ne­fleisch ex­por­tiert, soll­te un­se­re Po­li­ti­ker nicht mit Stolz er­fül­len«, sagt Re­dak­teu­rin Mi­chae­la Schießl. Sie lebt auf dem Land und be­wun­dert die Neu­gier­de und In­tel­li­genz der Schwei­ne, die auf dem be­nach­bar­ten Bio­hof ge­hal­ten wer­den: »Was den Tie­ren in der in­dus­tri­el­len Schwei­ne­hal­tung an­ge­tan wird, ist schlicht Un­recht.« zum Ar­ti­kel

Die neue Aus­ga­be von SPIEGEL Ge­schich­te um­reißt den Ver­lauf frü­he­rer Wirt­schafts­kri­sen, von den ers­ten Ban­ken­plei­ten im Mit­tel­al­ter bis zum Zu­sam­men­bruch der New Eco­no­my. Das Heft er­scheint am Diens­tag. Beim Auf­bau des ei­ge­nen Ver­mö­gens hilft SPIEGEL Geld, das die­ser Aus­ga­be in Deutsch­land bei­liegt. Das Ti­tel­stück er­klärt, wie sich Geld nach­hal­tig an­le­gen lässt.