»Kein Recht, kein Geld«

Europa Manfred Weber, 48, Fraktionschef der Europäischen Volkspartei, fordert klare Ansagen an Putin, Erdoğan und Orbán – und ein Ende des Einstimmigkeitsprinzips in der EU-Außenpolitik.

Uni­ons­po­li­ti­ker We­ber: »Das Ende von Nord Stream 2 darf nicht aus­ge­schlos­sen sein«

SPIEGEL: Herr We­ber, die Bun­des­re­gie­rung hat eine Co­ro­na-Rei­se­war­nung für Brüs­sel aus­ge­spro­chen, die bel­gi­sche Re­gie­rung emp­fiehlt, bei Ein­rei­sen aus Ih­rer Hei­mat Nie­der­bay­ern in Qua­ran­tä­ne zu ge­hen. Wie kommt es, dass Sie den­noch hier in Ih­rem Brüs­se­ler Büro sit­zen?

We­ber: Für EU-Par­la­men­ta­ri­er und Di­plo­ma­ten gibt es eine Aus­nah­me un­ter stren­gen Auf­la­gen, weil die De­mo­kra­tie ge­ra­de in Kri­sen­zei­ten funk­tio­nie­ren muss. Für mich ist aber auch klar, dass die­ses Wirr­warr der Co­ro­na-Vor­schrif­ten be­en­det wer­den muss. In Öster­reich gilt die Re­gel von ei­nem Me­ter Ab­stand, in Lu­xem­burg sind es zwei, in Deutsch­land an­dert­halb. Das ver­steht doch kein Mensch. Die EU-Kom­mis­si­on muss Vor­schlä­ge ma­chen, wie wir ge­mein­sam und prak­ti­ka­bel mit die­sem Vi­rus le­ben kön­nen.

SPIEGEL: Eu­ro­pa hat zu Be­ginn der Co­ro­na­kri­se die will­kür­li­chen Grenz­schlie­ßun­gen ei­ni­ger EU-Staa­ten nicht ver­hin­dern kön­nen. Ver­schläft EU-Kom­mis­si­ons­prä­si­den­tin Ur­su­la von der Ley­en er­neut ei­nen ent­schei­den­den Mo­ment in der Kri­se?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 37/2020.