Wirt­schaft

Um­spann­werk

Bund will bei Tennet einsteigen

Die Bundesregierung strebt nach mehr Kontrolle über die deutschen Stromnetze.

Die Bun­des­re­gie­rung will sich schon bald am Netz­be­trei­ber Ten­net be­tei­li­gen. Ge­plant ist, dass der Bund im deut­schen Sek­tor der nie­der­län­di­schen Ge­sell­schaft ein­steigt. Of­fen ist, wie groß der An­teil wer­den soll. Wäh­rend Bun­des­fi­nanz­mi­nis­ter Olaf Scholz (SPD) auf eine Mehr­heit drängt, fa­vo­ri­sie­ren Be­am­te des CDU-ge­führ­ten Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­ums eine Be­tei­li­gung un­ter 50 Pro­zent. Der nie­der­län­di­sche Staat als Haupt­eig­ner von Ten­net lehnt es ab, die mil­li­ar­den­schwe­ren In­ves­ti­tio­nen zu fi­nan­zie­ren, die auf der deut­schen Sei­te des Net­zes nö­tig wä­ren. Nach ei­ner dem SPIEGEL vor­lie­gen­den Ten­net-Auf­stel­lung geht es um min­des­tens 35 Mil­li­ar­den Euro bis 2028. Ten­net sucht seit Mo­na­ten ei­nen neu­en Ge­sell­schaf­ter, die Bun­des­re­gie­rung wie­der­um strebt nach mehr Kon­trol­le über die deut­schen Strom­net­ze. Soll­te sie den Zu­schlag er­hal­ten, wäre das die zwei­te Be­tei­li­gung an ei­nem Über­tra­gungs­netz­be­trei­ber. 2018 hat­te der Bund 20 Pro­zent am Un­ter­neh­men 50Hertz ge­kauft, um den Ein­stieg ei­nes chi­ne­si­schen In­ves­tors zu ver­ei­teln. Ten­net hat­te Tei­le des Net­zes 2010 für rund 885 Mil­lio­nen Euro von E.on über­nom­men. 2018 führ­te das Un­ter­neh­men rund 120 Mil­lio­nen Euro Di­vi­den­de ab. Ein Groß­teil stamm­te aus deut­schem Ge­schäft. Auch die Op­po­si­ti­on si­gna­li­siert da­her Zu­stim­mung. Eine Be­tei­li­gung an Ten­net sei gut in­ves­tier­tes Geld und soll­te so hoch wie mög­lich aus­fal­len, sagt Grü­nen-En­er­gie­ex­per­te Oli­ver Kri­scher.

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