»Home of Wahnsinn«

Seuchenherde  Der Wintersportort Ischgl in Tirol war bis vor Kurzem ein Hotspot der Partygesellschaft. Seitdem Urlauber das Virus von dort aus über Europa verteilten, steht Ischgl für Unvermögen, Skrupellosigkeit und Gier.

Ischgl in Ti­rol ist ein Berg­dorf im Paz­naun­tal auf 1377 Me­ter Höhe. Es gibt hier eine Pfarr­kir­che und eine To­ten­ka­pel­le, rund 1600 Ein­woh­ner und 11 800 Gäs­te­bet­ten, 239 Ki­lo­me­ter Ski­pis­ten, 1000 Schnee­ka­no­nen, 45 Lift­an­la­gen. Es gibt die Dis­co »Kuh­stall« und die Après-Ski-Bar »Kitz­loch«. In Ischgl kann man Ski fah­ren und bei Jä­ger­meis­ter-Red Bull die Nacht durch­fei­ern. Ischgl ist eine Mar­ke wie Ibi­za, Sylt oder das Ok­to­ber­fest. Mil­lio­nen Tou­ris­ten tref­fen sich hier je­des Jahr. Sie kom­men aus Dub­lin, Reyk­ja­vík, Ko­pen­ha­gen und Hel­sin­ki, aus Bay­ern, Ham­burg und Neuss. Die Tou­ris­mus­in­dus­trie im Tal setzt im Jahr 250 Mil­lio­nen Euro um.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer SPIEGEL-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen. MIT SPIEGEL+ LESEN – GRATIS TESTEN

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 14/2020.