Die Ära nach dem Aus­bruch

Essay  Von Weltkrisen und ihren Folgen profitierten oft rechte Populisten. Sie schlossen Grenzen und kappten den Warenverkehr. Was wird der langfristige Fallout diesmal sein?
Von Philipp Ther

Exis­ten­zi­el­le Kri­sen wie die der­zei­ti­ge Pan­de­mie ha­ben mehr­fach in der Ge­schich­te xe­no­pho­be Na­tio­na­lis­ten und Rechts­ra­di­ka­le ge­stärkt. Das war schon zur Zeit der Spa­ni­schen Grip­pe so, die vor gut hun­dert Jah­ren welt­weit je nach Schät­zung zwi­schen 17 und 50 Mil­lio­nen Men­schen das Le­ben kos­te­te, da­von in Deutsch­land etwa 350 000. Die Mor­ta­li­tät war nach dem Ers­ten Welt­krieg auch des­halb so hoch, weil ein Groß­teil der Be­völ­ke­rung seit dem »Steck­rü­ben­win­ter« von 1917 hun­ger­te und ent­spre­chend ge­schwächt war. Au­ßer­dem gab es noch kei­ne An­ti­bio­ti­ka ge­gen bak­te­ri­el­le Se­kun­där­in­fek­tio­nen wie Pneu­mo­kok­ken.

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