»Wir sind alle Migranten«

SPIEGEL-Gespräch  Der Genforscher Johannes Krause fand heraus, dass unsere Vorfahren Sex mit Neandertalern hatten und zu einem Teil Ackerbauern aus dem Nahen Osten waren. Wie kann man all das aus dem Staub alter Gebeine lesen?

Ge­ne­ti­ker Krau­se im Phy­le­ti­schen Mu­se­um in Jena: »Die Evo­lu­ti­ons­ge­schich­te muss­te neu ge­schrie­ben wer­den«

Krau­se, 38, ist Ar­chäo­ge­ne­ti­ker, er ana­ly­siert DNA aus Kno­chen, die zum Teil Tau­sen­de Jah­re alt sind. Seit 2014 ist er Di­rek­tor am Max-Planck-In­sti­tut für Mensch­heits­ge­schich­te in Jena. Er re­kon­stru­ier­te ur­ge­schicht­li­che Mi­gra­ti­ons­strö­me und ent­deck­te durch die Ana­ly­se von 30 Mil­li­gramm Kno­chen­pul­ver aus ei­ner si­bi­ri­schen Höh­le ei­nen neu­en, en­gen Ver­wand­ten aus der Ur­zeit – den De­ni­so­va-Men­schen. Nun hat Krau­se zu­sam­men mit dem Jour­na­lis­ten Tho­mas Trap­pe ein Buch ge­schrie­ben, in dem es um et­was zu­tiefst Mensch­li­ches geht: wie der Homo sa­pi­ens, auf der Su­che nach neu­en Hei­ma­ten, im­mer wie­der auf die Rei­se ging(*).

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