ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Ber­li­ner Stra­ßen­schlacht im No­vem­ber 1968
Außerparlamentarische Opposition

Offensive der Gewalt

Gewalt ist keine Lösung. Die Weisheit verlor Ende der Sechzigerjahre bei einer linken Minderheit mehr und mehr an Strahlkraft. Die gemäßigten Kräfte der Außerparlamentarischen Opposition waren entsetzt, lieferten doch die Gewaltausbrüche die Rechtfertigung für die konservative Blockadehaltung.

Spä­tes­tens seit den Schüs­sen auf Rudi Dutsch­ke, An­füh­rer des So­zia­lis­ti­schen Deut­schen Stu­den­ten­bun­des (SDS), war der Ge­walt­ver­zicht im SDS aus der Mode ge­kom­men. Zu­nächst klirr­ten Schei­ben von Uni­ver­si­tä­ten und Ame­ri­kahäu­sern, dann flo­gen »Brand-Cock­tails« in Ge­richts­ge­bäu­de und Rat­häu­ser – wo­mit man ja be­reits in Kauf nahm, dass Men­schen zu Scha­den ka­men. Die Zei­ten der fried­li­chen Me­lan­ge aus »Eu­len­spie­ge­lei und Pro­vo­ka­ti­on« wa­ren vor­bei.

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