Vier Milliarden mehr

Demografie  In den ärmsten Ländern der Welt verdoppelt sich alle paar Jahrzehnte die Bevölkerung. Das führt dort zu Konflikten um Nahrung und Land, Wasser und Arbeit – und zu steigender Migration in ein vergreisendes Europa.

Marktbesucher in Lagos, Nigeria: 2050 dürften hier 40 Millionen Menschen leben Akintunde Akinleye / REUTERS

Eine hal­be Stun­de nur an die­ser Stra­ßen­kreu­zung in La­gos, Ni­ge­ri­as 20-Mil­lio­nen-Mo­loch, und man fürch­tet die­se Stadt. Auf und un­ter ei­ner Brü­cke der viel­spu­ri­gen Apa­pa Road krie­chen wei­ße Öllas­ter aus dem Ni­ger­del­ta vor­an. Um sie her­um ja­gen schwarz-gel­be Mo­tor­rikschas und Klein­bus­se, an de­ren Schie­be­tü­ren sich schwit­zen­de Men­schen klam­mern. Alle paar Me­ter bremst ein Las­ter, ein oh­ren­be­täu­ben­des Quiet­schen. Die Ab­gas­wol­ken mi­schen sich mit Die­sel­dämp­fen aus den Ge­ne­ra­to­ren; die ver­pes­te­te Luft hängt als di­cke Schicht über den Well­blechs­lums rechts und links der Stra­ße. Eine hal­be Stun­de nur an die­ser Kreu­zung, und man möch­te flüch­ten aus die­ser Stadt, die so schnell wächst wie we­ni­ge an­de­re Me­tro­po­len die­ser Erde.

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