Haus­mit­tei­lung

Piltz, Bar­ley

Wenn sich El­tern tren­nen, ist das für Fa­mi­li­en meis­tens ein Dra­ma. Wird es ein­fa­cher, wenn sich Mut­ter und Va­ter ab­wech­selnd um die Kin­der küm­mern? Die­ser Fra­ge ging Re­dak­teur Chris­to­pher Piltz für die Ti­tel­ge­schich­te nach – und brauch­te zu­nächst Mo­na­te, um Tren­nungs­paa­re zu fin­den, die be­reit wa­ren, über ihr Le­ben im so­ge­nann­ten Wech­sel­mo­dell zu be­rich­ten. »Das The­ma ist hoch emo­tio­nal«, be­rich­tet Piltz, »nur weil El­tern sich ent­schei­den, ihre Kin­der auf die­se Wei­se zu be­treu­en, ha­ben sie nicht zwangs­läu­fig ein gu­tes Ver­hält­nis.« Auch mit Jus­tiz­mi­nis­te­rin Ka­ta­ri­na Bar­ley sprach der Re­dak­teur. Die Po­li­ti­ke­rin kennt das Mo­dell. »Bar­ley und ihr Ex-Mann küm­mer­ten sich ab­wech­selnd um ihre zwei Söh­ne«, sagt Piltz. »Man merkt, dass ihr das The­ma am Her­zen liegt, doch da­mit ge­rät sie im­mer wie­der ins Kreuz­feu­er.« zum Ar­ti­kel

Weiss, Supp

Stil­les Was­ser – das kommt aus dem Was­ser­hahn und wird ge­trun­ken; so kennt es Au­to­rin Bar­ba­ra Supp aus Ham­burg, so kennt es Fo­to­graf Mau­rice Weiss aus Ber­lin. In den fran­zö­si­schen Vo­ge­sen da­ge­gen wird stil­les Was­ser von der Fir­ma Nest­lé aus 200 Me­ter Tie­fe her­auf­ge­pumpt, da­nach ab­ge­füllt und ex­por­tiert. Vie­le Bür­ger des Ther­mal­bads Vit­tel, das dem Was­ser sei­nen Na­men gibt, sind sau­er. Seit Jah­ren sinkt dort der Grund­was­ser­spie­gel. Wer muss zu­rück­ste­cken: Nest­lé oder die Ein­woh­ner? Supp und Weiss reis­ten nach Vit­tel, um den Streit zu be­schrei­ben. Sau­be­res Was­ser ist kost­bar – all­mäh­lich drin­ge die­ser Um­stand auch in Mit­tel­eu­ro­pa ins Be­wusst­sein, sagt Supp. Der letz­te tro­cke­ne Som­mer trug dazu bei. Viel­leicht wer­de der Streit des­we­gen »so emo­tio­nal ge­führt«. zum Ar­ti­kel

Der Bon­ner Ma­the­ma­ti­ker Mi­cha­el Ra­po­port, 70, blickt auf eine be­weg­te Fa­mi­li­en­ge­schich­te zu­rück. Ge­bo­ren wur­de er in Cin­cin­na­ti. Die El­tern, über­zeug­te Kom­mu­nis­ten, hat­ten sich dort­hin vor den Na­zis ge­ret­tet. Doch die Ra­po­ports ge­rie­ten in die Wir­ren der Mc­Car­thy-Hys­te­rie. 1950 zo­gen sie schwe­ren Her­zens wei­ter nach Wien, dann in die DDR, wo die El­tern sich fort­an be­geis­tert dem Auf­bau des So­zia­lis­mus wid­me­ten – zum wach­sen­den Miss­fal­len ih­res Soh­nes. Re­dak­teur Man­fred Dworschak lern­te Ra­po­port ken­nen, als des­sen Schü­ler Pe­ter Schol­ze im ver­gan­ge­nen Jahr die Fiel­ds-Me­dail­le ge­wann. Jetzt sprach er mit dem Ge­lehr­ten über Aben­teu­er und Ent­beh­run­gen im Reich der Zah­len. »Ich hät­te nicht er­war­tet, dass ein Ma­the­ma­ti­ker der­art leb­haft und klar Aus­kunft über sein Fach ge­ben kann«, sagt Dworschak. zum Ar­ti­kel

Kin­der fin­den ihre ers­ten Freun­de im Sand­kas­ten. Man­che die­ser Freund­schaf­ten hal­ten ein Le­ben lang, an­de­re ver­än­dern sich. War­um das so ist, steht in der Ti­tel­ge­schich­te von »Dein SPIEGEL«, dem Nach­rich­ten-Ma­ga­zin für Kin­der. Sie er­klärt auch, war­um man­che Kin­der lie­ber mit Jun­gen, an­de­re lie­ber mit Mäd­chen be­freun­det sind und wie sich das mit der Zeit än­dert. Vorn auf dem Heft sind des­halb zwei Freun­de zu se­hen, auf der Rück­sei­te zwei Freun­din­nen. Au­ßer­dem: wie Tie­re für Tou­ris­ten lei­den müs­sen und wie­so Spra­che manch­mal un­ge­recht ist. Die neue Aus­ga­be von »Dein SPIEGEL« er­scheint am Diens­tag.