Hütten und Paläste

Südafrika  Global City, Verbrechenshochburg, Sehnsuchtsort. Ein Vierteljahrhundert nach dem Ende der Apartheid herrschen in Kapstadt krasse Unterschiede zwischen Arm und Reich, Schwarz und Weiß. Porträt einer gespaltenen Stadt.
Von Bartholomäus Grill

Kin­der in der Town­ship Khaye­lit­sha: »In un­se­ren Vier­teln ist die Si­tua­ti­on un­er­träg­lich ge­wor­den«

Gän­se­au­gen­blau­er Him­mel, vio­lett blü­hen­de Ja­ca­ran­da­bäu­me, der Duft von Jas­min, die Luft pri­ckelnd wie Cham­pa­gner. Und die­ses atem­be­rau­ben­de Pan­ora­ma: vor mir die Wol­ken­krat­zer der City, der Ha­fen, die sil­bern glei­ßen­de At­lan­tik­bucht, hin­ter mir die Fels­ab­stür­ze des Ta­fel­bergs. Ein Som­mer­mor­gen in Kap­stadt. Kann es ei­nen schö­ne­ren Ort ge­ben? Aber gleich­zei­tig zeigt die Stadt ihr zwei­tes Ge­sicht. Klein­bus­se krie­chen die Mol­te­no Road hin­auf, Ba­by­sit­ter, Maids, Putz­frau­en stei­gen aus. Dann tref­fen die Gärt­ner und Hilfs­ar­bei­ter ein. Auch »dog wal­kers«, die Ras­se­hun­de aus­füh­ren, sind schon un­ter­wegs. Und die ers­te Schicht der Müll­samm­ler, die Ab­fall­ton­nen nach Ess­ba­rem durch­wüh­len.

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