Zwergen­reform

Familie  Die Kinderrechte sollen nach jahrzehntelanger Debatte im Grundgesetz verankert werden. Doch der Vorschlag von Bundesjustizministerin Lambrecht ist zu zaghaft, um tatsächlich etwas zu verändern. Das Verhältnis von Eltern, Kind und Staat bleibt wie gehabt.

Kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel bei Wahl­kampf­ver­an­stal­tung 2017 mit Kin­dern in Ber­lin: Lan­ge ge­gen eine Ver­fas­sungs­än­de­rung ge­wehrt

Auf dem Tisch steht ein an­ge­knab­ber­ter Scho­ko-Ni­ko­laus, drum her­um lie­gen Match­box-Au­tos, ein ge­punk­te­tes Wind­räd­chen – und ein paar Blät­ter mit amt­li­chem Stem­pel. Seit vier Jah­ren sind Mar­tin und Tom Schmidt Pfle­ge­el­tern von Noah.(*) Seit vier Jah­ren be­kom­men sie im­mer wie­der Post vom Amts­ge­richt. Denn Noahs Mut­ter hat­te eine Wo­che nach­dem sie der Pfle­ge­el­tern­schaft zu­ge­stimmt hat­te, ihre Mei­nung wie­der ge­än­dert. Seit­dem kämpft sie da­für, dass Noah zu ihr zu­rück­kommt, ob­wohl sie nicht ein­mal ihr 14-täg­li­ches Be­suchs­recht und die ver­ab­re­de­ten Te­le­fo­na­te mit ihm ein­hält.

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