Frontun­ter­richt

Erziehung  Die Peter-Ustinov-Schule ist eine Brennpunktschule in Hannover. Schüler prügeln sich und randalieren, viele kommen zu spät oder gar nicht in den Unterricht. Wie bringt man ihnen trotzdem etwas bei? Aus dem Alltag zweier Lehrerinnen.
Von Maik Großekathöfer

Klas­sen­leh­re­rin Wint­zer, Schü­le­rin­nen der 8a: »Ich habe hier schon vor Wut ge­heult, wie re­spekt­los die Kin­der sein kön­nen«

Die Pe­ter-Us­ti­nov-Ober­schu­le in Han­no­ver, ein oran­ge­far­be­ner Klin­ker­bau aus den Sech­zi­gern, liegt im Stadt­teil Rick­lin­gen, zum Masch­see ist es nicht weit. 319 Kin­der ge­hen hier zur Schu­le, Klas­se fünf bis zehn. Vor ih­rem ers­ten Tag er­hal­ten die neu­en Schü­ler von der Schul­lei­tung ei­nen »Waf­fen­er­lass«: Es ist ver­bo­ten, Spring­mes­ser, Pfef­fer­spray, Schreck­schuss­pis­to­len oder Ähn­li­ches mit­zu­brin­gen. Ein­mal im Mo­nat bie­tet der Ju­gend­kon­takt­be­am­te des zu­stän­di­gen Po­li­zei­kom­mis­sa­ri­ats eine »Sprech­stun­de für Schü­ler und Leh­rer« an. Der Haus­meis­ter be­rich­tet von zer­tre­te­nen Tü­ren und Spie­geln, an­ge­zün­de­ten Klo­pa­pier­rol­len und Prü­ge­lei­en. Es gibt Kin­der, die las­sen sich in vier Wo­chen drei­mal im Un­ter­richt bli­cken. In ei­nem Jahr fin­den etwa hun­dert Klas­sen­kon­fe­ren­zen statt.

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