Shitstorm auf Papier

Zeitgeist  Die französische Aktionskünstlerin Sophie Calle begründete ihren Ruhm mit einer Provokation: Sie stellte einen Mann öffentlich bloß. 36 Jahre später erscheint »Das Adressbuch« zum ersten Mal auf Deutsch.

Au­to­rin Cal­le in ih­rer Pa­ri­ser Woh­nung: Die Über­wa­chung ist das Kunst­werk

Die Künst­le­rin emp­fängt zu Hau­se, und gleich hin­ter der Ein­gangs­tür steht ein gro­ßer Hund, dem man im Re­flex die Hand hin­hält, um dem Tier die fried­li­che Ab­sicht zu be­wei­sen. Erst auf den zwei­ten Blick er­kennt man im Hund ei­nen Wolf. Er kann al­ler­dings we­der bei­ßen noch schnup­pern, denn er ist aus­ge­stopft, und die Künst­le­rin amü­siert sich dar­über, dass man ihn für echt hielt. Rein­ge­fal­len.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2019.