Briefe

Das Leben so kostbar

Nr. 48/2019  Sterben? Ohne mich! Forscher können erstmals das Altern aufhalten – und sogar umkehren

»Man soll­te Angst vor dem Ster­ben ha­ben, nicht vor dem Tod.

Verlangen nach Entzauberung

Nr. 47/2019  Grünenchef Habeck gefällt sich in der Rolle des unkonventionellen Politikers – aber kann er auch Kanzler?

Sie wer­fen Ro­bert Ha­beck vor, dass er nicht auf al­les eine Ant­wort habe. Na und? Mir ma­chen Po­li­ti­ker, die das tun, viel mehr Angst. Und was sind denn die Al­ter­na­ti­ven? Die eine ehe­mals stol­ze Volks­par­tei mit un­zwei­fel­haft gro­ßen Ver­diens­ten um un­ser Land zer­legt sich seit Jah­ren in ei­nem quä­len­den Selbst­fin­dungs­pro­zess und glaubt naiv noch, dass sie ei­nen Kanz­ler­kan­di­da­ten braucht. Die an­de­re eben­so ver­dienst­vol­le Volks­par­tei fängt an, sie zu imi­tie­ren. Und die Kanz­le­rin? Wie einst ihr Zieh­va­ter Kohl ver­wal­tet sie nur noch das Land, ohne Ide­en für die Zu­kunft zu ent­wi­ckeln. Die an­de­ren Par­tei­en kön­nen nicht re­gie­ren oder wol­len es gar nicht. Bei den Grü­nen hat man we­nigs­tens den Ein­druck, dass sie sich Ge­dan­ken ma­chen und et­was ver­su­chen wol­len, um un­se­rem Land wie­der An­trieb zu ge­ben. Dass sich Ro­bert Ha­beck da­bei nicht in ver­meint­li­cher All­wis­sen­heit sonnt wie vie­le an­de­re, macht ihn sym­pa­thisch.

Er hat einen Traum

Nr. 47/2019  Der mecklenburgischen Stadt Lübtheen fehlen junge Frauen, dafür sitzt die NPD im Stadtrat – Einblick in den Alltag der Zurückgebliebenen

Die­ser Ar­ti­kel ist wert­voll. Ak­tu­ell hal­te ich es für sehr in­ter­es­sant, wel­che Ver­spre­chun­gen und Phra­sen der AfD ge­nau den Nerv der »Zu­rück­ge­blie­be­nen« tref­fen.

Ich könnte weinen

Nr. 47/2019  Kostenexplosion bei der Sanierung der Kölner Oper und des Schauspielhauses

Seit un­ge­fähr fünf­zig Jah­ren be­su­che ich re­gel­mä­ßig Opern und Kon­zer­te in Köln und der Re­gi­on. Das Pu­bli­kum wird nicht nur im­mer äl­ter, ohne dass ein jün­ge­res nach­wächst, es bricht auch mas­siv weg. Et­li­che gute und sehr gute Auf­füh­run­gen fin­den vor de­pri­mie­rend lee­rem Haus statt. Des­halb hät­te die ers­te Fra­ge lau­ten müs­sen: Wel­che Be­darfs­ana­ly­se hat vor­ge­le­gen, be­vor der Auf­trag zur Sa­nie­rung des Kom­ple­xes am Of­fen­bach­platz ver­ge­ben wur­de? Mei­nes Er­ach­tens kei­ne. Zu glau­ben, dass eine Kunst­form wie die Oper ein fes­tes Pu­bli­kum hat, das die Häu­ser in den nächs­ten Jahr­zehn­ten füllt, ist naiv. Wie be­stimm­te Mo­den ha­ben auch Kunst­for­men ein Ver­falls­da­tum. Eine so kos­ten­in­ten­si­ve Ge­bäu­de­sa­nie­rung für ein kaum noch vor­han­de­nes Opern­pu­bli­kum ist nicht zu ver­ant­wor­ten. Hier wird Kul­tur un­so­zi­al.

Jeden kann es treffen

Nr. 47/2019  Warum Angehörige so machtlos gegenüber Heimanbietern sind

Dem Bei­trag stim­me ich zu. Ich lebe selbst in ei­nem Heim und be­kom­me kei­ne Hil­fe, und das mit Pfle­ge­grad drei, ein­fach furcht­bar. Ob­wohl ich ehe­ma­li­ger Kran­ken­pfle­ger bin. Die Zu­stän­de sind eine Ka­ta­stro­phe.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 49/2019.