Die Spur des Geldes

Analyse Zwei Jahre nach der Ermordung einer Journalistin auf Malta wird immer deutlicher, wie korrupt das Land ist.

von Frank Hornig

Ei­gent­lich war es gut ge­lau­fen für Jo­seph Mu­s­cat, den Mi­nis­ter­prä­si­den­ten von Mal­ta. Die Wirt­schaft im Land wuchs. Sei­ne La­bour-Re­gie­rung war be­liebt. Und als die In­ves­ti­ga­ti­vjour­na­lis­tin Daph­ne Ca­rua­na Ga­li­zia vor zwei Jah­ren durch eine Au­to­bom­be er­mor­det wur­de, ver­sprach er eben­so er­schüt­tert wie ent­schlos­sen, je­den Stein um­zu­dre­hen, bis ihre Mör­der ge­fasst sei­en. We­ni­ge Wo­chen spä­ter wur­de das mut­maß­li­che Kil­ler­kom­man­do ver­haf­tet. Die Mal­te­ser konn­ten wie­der re­la­tiv un­ge­stört On­line­ca­si­nos un­ter­hal­ten, EU-Päs­se an rei­che Aus­län­der ver­kau­fen oder mit Sie­mens und ei­nem aser­bai­dscha­ni­schen Kon­zern im Auf­trag des Staa­tes ein lu­kra­ti­ves neu­es Gas­werk im Wert von fast ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Euro be­trei­ben.

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