Omar muss gehen

Nahost  Der amerikanische Jurist Shakir setzte sich für Guantanamo-Häftlinge auf Kuba ein und berichtete über Massaker in Ägypten. Mehr als zwei Jahre lang stritt er in Israel und Palästina für Menschenrechte. Jetzt hat Israel ihn ausgewiesen.
Von Alexander Osang

Men­schen­recht­ler Sha­kir in Ra­mal­lah

Zwei Tage be­vor Omar Sha­kir das Land ver­las­sen muss, nimmt er in sei­nem Büro in Ra­mal­lah ein Bild von der Wand. Er wiegt es ei­nen Mo­ment in den Hän­den. Er sagt, er habe nicht vie­le per­sön­li­che Din­ge, aber die­ses Bild ge­hö­re dazu. Es ist nicht groß, auf schwar­zem Un­ter­grund steht ein gol­de­ner ara­bi­scher Schrift­zug. Es ist das Ge­schenk ei­nes je­me­ni­ti­schen Ge­fan­ge­nen aus Gu­an­ta­na­mo, den Omar Sha­kir einst ju­ris­tisch be­treu­te. Sein Kli­ent saß jah­re­lang in dem US-Ge­fan­ge­nen­la­ger auf Kuba fest. Ohne An­kla­ge, ohne Ver­fah­ren. Omar Sha­kir trägt den klei­nen Rah­men durch den Raum in die Ecke, in der sei­ne schwar­ze Le­der­ta­sche steht, leich­tes Ge­päck, mit dem er das West­jor­dan­land ver­las­sen wird. Der gol­de­ne Schrift­zug ist sein Name.

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