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Familienalbum

Isabella, 1961

Bea­te Glunz, 86: Die schnee­wei­ße Borg­ward Isa­bel­la war das schöns­te Auto, das ich je be­ses­sen habe. Die­ses aus­la­den­de Lenk­rad, die fei­nen Ar­ma­tu­ren – heu­te se­hen Au­tos aus wie In­sek­ten oder Sah­ne­tor­ten, das hier ist ein­fach ele­gant. Es fühl­te sich an, als lenk­te man ein Schiff durch ru­hi­ge See, be­hä­big und sanft, aber kon­trol­liert. Ich konn­te im­mer bes­ser Auto fah­ren als mei­ne Män­ner, ich bin ein­fach ein­ge­stie­gen und habe die Be­we­gun­gen ge­nos­sen, kup­peln, schal­ten, die Pe­da­le an­tip­pen, ganz leicht, es fühl­te sich für mich na­tür­lich an. Nicht vie­le Frau­en fuh­ren in den Sech­zi­gern in Deutsch­land Auto – und schon gar nicht so eins. Das war et­was Be­son­de­res. Viel­leicht hat mein da­ma­li­ger Ehe­mann mir des­halb die Isa­bel­la ge­schenkt, weil er mich auch be­son­ders fand.

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