»Dieses perfide System kommt einem kulturellen Genozid gleich«

SPIEGEL-Gespräch  Der deutsche Anthropologe Adrian Zenz hat aufgedeckt, wie Peking in einem Lagersystem mehr als eine Million muslimische Uiguren interniert. Er kritisiert die Indifferenz des Westens und sieht die Verantwortung direkt bei Staatschef Xi Jinping.

Über­wa­chungs­ka­me­ras in Kasch­gar: »Pe­king hat den Plan, eine gan­ze Ge­sell­schaft in Un­frei­heit her­an­zu­zie­hen«

Chi­nas Di­plo­ma­ten hü­ten sich, sei­nen Na­men öf­fent­lich aus­zu­spre­chen, ob­wohl vie­le von ih­nen bei­na­he täg­lich mit ihm kon­fron­tiert wer­den: Der deut­sche An­thro­po­lo­ge Adri­an Zenz, 45, hat fast im Al­lein­gang eine De­bat­te aus­ge­löst, die Chi­nas Füh­rung stark zu­setzt. Er hat die Ge­schich­te der Un­ter­drü­ckung der mus­li­mi­schen Min­der­heit der Ui­gu­ren er­forscht und das Sys­tem von In­ter­nie­rungs- und Um­er­zie­hungs­la­gern auf­ge­deckt, das Pe­king im Wes­ten des Lan­des er­rich­tet hat. Über eine Mil­li­on Mus­li­me sit­zen laut Zenz in die­sen La­gern fest, ohne Ver­fah­ren, ohne Ge­richts­ur­tei­le.

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