Was ist schön?

Die französische Illustratorin Cécile Dormeau zeichnet Frauen, wie sie sind. Unrasiert, blutend, mal dick, mal dünn. Sie gilt als Vorreiterin einer Bewegung, deren Ziel es ist, den eigenen Körper zu respektieren. Es ist ein Kampf gegen gesellschaftliche Zwänge und Schönheitsideale, nicht nur auf Instagram. Hier schreibt sie, warum Body Positivity so wichtig ist - und was danach kommen sollte.

Mit Haut und Haar Die Il­lus­tra­tio­nen von Frau­en auf Cé­ci­le Dor­me­aus Ins­ta­gram-Ac­count fei­ern das Nicht-Per­fek­te (sie­he auch Co­ver)

Schön­heits­idea­le än­dern sich. Vor 20 Jah­ren be­deu­te­te schön sein aus­zu­se­hen wie Kate Moss. Heu­te wie Kim Kar­da­shi­an. Schön­heit ist ein so­zia­les Phä­no­men. Wir als Ge­sell­schaft de­fi­nie­ren sie, sie liegt im Auge vie­ler Be­trach­ter. Und die schau­en im­mer ge­nau­er hin. Auf al­len Ka­nä­len. Jun­ge Frau­en, aber auch Män­ner, füh­len sich durch die­se me­di­al pro­pa­gier­ten Stan­dards un­ter Druck ge­setzt. Ins­ta­gram, der Ort, an dem so vie­le krampf­haft die bes­te Ver­si­on ih­rer selbst zei­gen wol­len, wird zum Spiegel ei­nes ver­zerr­ten Kör­per­be­wusst­seins: glatt und ge­fil­tert, im­mer glück­lich und hübsch. Ein Quell der In­spi­ra­ti­on für die ei­nen, rei­nes Gift für die an­de­ren. Ge­nau die­se Platt­form habe ich ge­wählt, um ge­gen­zu­hal­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2019.