BODY POSITIVITY


»Schön­heit zu de­fi­nie­ren ist alt­mo­disch, sie bil­det und wan­delt sich«,
schreibt die fran­zö­si­sche Il­lus­tra­to­rin und Fe­mi­nis­tin Cé­ci­le Dor­meau, die sich mit ih­ren Frau­en­zeich­nun­gen ei­nen Na­men ge­macht hat. Sie zeigt den weib­li­chen Kör­per, wie er ist: mal dick, mal be­haart, mal blu­tend. In den Me­di­en wur­den über­ge­wich­ti­ge Men­schen bis­lang meist ver­spot­tet. »Ich möch­te das Nicht-Per­fek­te fei­ern in ei­ner Welt, die sich ob­ses­siv da­mit be­schäf­tigt, wie man aus­se­hen soll«, sagt die 30-Jäh­ri­ge. Auch die Ham­bur­ger Ak­ti­vis­tin und In­flu­en­ce­rin Me­lo­die Mi­chel­ber­ger setzt sich für Di­ver­si­tät, Ak­zep­tanz und Selbst­lie­be ein und prä­sen­tiert sich in un­se­rem Shoo­ting un­ge­wohnt frei­zü­gig für je­man­den, der, wie sie selbst sagt, »ac­cep­ta­b­ly fat« ist. Mi­chel­ber­ger gilt als eine der Vor­rei­te­rin­nen der »Body Po­si­ti­vi­ty«-Be­we­gung in Deutsch­land, die da­für ein­tritt, Kör­per so zu re­spek­tie­ren, wie sie sind. Zu die­sem The­ma ha­ben wir auch Ma­na­ger, eine Mode-Un­ter­neh­me­rin, eine Schau­spie­le­rin und das äl­tes­te Mo­del der Welt be­fragt. Der Um­gang mit un­se­ren (ver­meint­li­chen) Schwä­chen wird durch­aus kon­tro­vers dis­ku­tiert: Der US-Schrift­stel­ler Bret Eas­ton El­lis etwa, der An­fang der Neun­zi­ger mit »Ame­ri­can Psy­cho« be­rühmt wur­de und in sei­nem Werk oft die Mo­de­sze­ne be­schrie­ben hat, ist kein Freund von Body Po­si­ti­vi­ty. Wenn alle als glei­cher­ma­ßen schön gel­ten wür­den, wäre ja kei­ner mehr wirk­lich schön, merk­te er vor Kur­zem an. Für schön be­fand der Art Di­rec­tors Club in je­dem Fall das S-Ma­ga­zin, das beim Wett­be­werb des ADC aus­ge­zeich­net wur­de. Viel Freu­de mit S, Ihre Re­dak­ti­on

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2019.