ZEIT­REISE – DER SPIEGEL VOR 50 JAHREN

Aus­ga­be 41/​1969
Wahlanalyse

Kleine Experimente

Auch acht Tage nach der Wahl gab es noch keine vollkommene Klarheit über die neue Regierung, aber die politischen Auguren legten erste Analysen des gewandelten Wählerverhaltens vor – eine parteipolitische Zeitenwende hatte sich ereignet.

SPD- und FDP-Füh­rung mach­ten ra­sche Fort­schrit­te bei ih­ren Ko­ali­ti­ons­ver­hand­lun­gen und leg­ten den Fahr­plan für ei­nen »par­la­men­ta­ri­schen Blitz­feld­zug« vor: Der Atom­waf­fen­sperr­ver­trag so­wie ein »Ge­ne­ral­ver­trag« mit der DDR soll­ten um­ge­hend un­ter­schrie­ben wer­den, die Hall­stein-Dok­trin wur­de ad acta ge­legt. Lin­ke For­de­run­gen wie pa­ri­tä­ti­sche Mit­be­stim­mung und hö­he­re Ver­mö­gen­steu­er wa­ren schon nach ei­nem Nach­mit­tag ab­ge­räumt, die Pos­ten schnell ver­teilt. Am Don­ners­tag nach der Wahl stie­ßen Bonns künf­ti­ger Kanz­ler Wil­ly Brandt und sein Vize Wal­ter Scheel um Mit­ter­nacht mit »Pom­me­ry« auf die neue Links­ko­ali­ti­on an.

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