Briefe

Ein wahres Tollhaus

Nr. 40/2019  Der Deal zu viel – Warum die Ukraine-Affäre Donald Trump das Amt kosten kann

»Hof­fent­lich liest Trump den SPIEGEL oder lässt ihn sich vor­le­sen. Und twit­tert sich – zit­ternd vor Wut – ins end­gül­ti­ge Aus.«

Totale Verflechtung

Nr. 39/2019  Leitartikel: Wie der Klimaschutz Demokratien herausfordert

Der Leit­ar­ti­kel von Dirk Kurb­ju­weit zur Pro­ble­ma­tik der Kli­ma­po­li­tik ist das Bes­te, was ich in die­sem Zu­sam­men­hang bis­her ge­le­sen habe. Er zeigt kurz, prä­zi­se und ex­akt das Di­lem­ma und die to­ta­le Ver­flech­tung der ge­sell­schaft­li­chen Be­rei­che auf, die von jeg­li­chen kli­ma­po­li­ti­schen Ände­run­gen in ei­ner De­mo­kra­tie be­trof­fen sind, und könn­te so zu ei­ner sach­li­che­ren Dis­kus­si­on der gan­zen Pro­ble­ma­tik bei­tra­gen. Mit mar­ki­gen Sprü­chen und ul­ti­ma­ti­ven For­de­run­gen der »Fri­days for Fu­ture«-De­mons­tra­tio­nen, de­nen sich nun auch im­mer mehr Er­wach­se­ne an­schlie­ßen, kom­men wir nicht wei­ter.

Als Spielwiese betrachtet

Nr. 39/2019  Dokumente zur Pkw-Maut zeigen, wie sich Verkehrsminister Scheuer in Widersprüche verwickelt

Die CSU, wel­che be­reits seit ei­ni­gen Jah­ren den Ver­kehrs­mi­nis­ter stellt, be­trach­tet die­ses Mi­nis­te­ri­um of­fen­bar als Spiel­wie­se, auf der die ei­ge­nen Lüs­te aus­ge­lebt wer­den kön­nen. Die CSU-Obe­ren hat­ten sich vor ei­ni­gen Jah­ren die Ein­füh­rung ei­ner Pkw-Maut in Deutsch­land aus­ge­dacht. Das Pro­jekt ist nun kläg­lich, aber vor­her­seh­bar ge­schei­tert. Es ist er­schre­ckend, dass erst der Eu­ro­päi­sche Ge­richts­hof das Pro­jekt stop­pen konn­te, ob­wohl es of­fen­sicht­lich rechts­wid­rig war. Die CSU-Obe­ren ha­ben es wahr­lich nicht ver­dient, bei der nächs­ten Wahl die Stim­men der Bür­ger zu er­hal­ten. Das gan­ze Mautsze­na­rio wird den Bund ab­seh­bar vie­le Mil­lio­nen kos­ten. Der arme Steu­er­zah­ler muss da­für her­hal­ten. Dass die Ver­ant­wort­li­chen für das Maut­cha­os, al­len vor­an Herr Scheu­er, noch im­mer im Amt sind, ist ein fet­ter Skan­dal.

Recht auf angstfreien Sex

Nr. 39/2019  Abschied vom Kondom? Krankenkassen bezahlen Schwulen die Anti-Aids-Pille

In Ih­rem Ar­ti­kel sagt Dirk San­der von der Deut­schen Aids­hil­fe, ein Ar­gu­ment von PrEP-Geg­nern sei: »War­um soll­ten ge­sun­de Men­schen ohne Not Me­di­ka­men­te ein­neh­men?« Da bin ich sehr er­staunt. Mil­lio­nen Frau­en neh­men seit Jahr­zehn­ten täg­lich die Pil­le zu sich, die zahl­rei­che Ne­ben­wir­kun­gen ha­ben kann, es ist ihre per­sön­li­che Ent­schei­dung. Na­tür­lich auch weil bis­her von der Phar­ma­in­dus­trie kei­ne Pil­le für den Mann auf den Markt ge­bracht wur­de. Die Pil­le führt ja schließ­lich auch dazu, dass Men­schen ohne Kon­dom Sex ha­ben – und wird bis zum 22. Le­bens­jahr von der Kran­ken­kas­se über­nom­men. Ich habe lan­ge Jah­re eine HIV-Be­ra­tungs­stel­le ge­lei­tet und fin­de, PrEP soll­te ge­fei­ert wer­den, da HIV bei Män­nern, die mit Män­nern Sex ha­ben, seit Jahr­zehn­ten eine fort­wäh­ren­de Be­dro­hung war. Je­der Mensch hat das Recht, angst­frei Sex zu ha­ben.

Was sage ich meiner Enkelin?

Nr. 39/2019 Wie der Komiker Jan Böhmermann zur politischen Figur wurde

Muss man mit die­sem Jan Böh­mer­mann ein In­ter­view füh­ren, nur weil er ge­gen eine im Bun­des­tag ver­tre­te­ne Par­tei hetzt? Böh­mer­mann ist, das ist zum Glück nicht nur mei­ne Mei­nung, ein dritt­klas­si­ger Lai­en­schau­spie­ler. Es gibt wich­ti­ge­re und an­de­re The­men.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 41/2019.