Per­so­na­lien

Gekonnt durchge­knallt

• Ver­gan­ge­ne Wo­che er­schien der ers­te Trai­ler zu dem Fan­ta­sy-Ac­tion-Film »Birds of Prey«, ei­nem wei­te­ren Bei­trag im un­end­li­chen Uni­ver­sum der Su­per­hel­den, hier be­völ­kert vor al­lem von Su­per­hel­din­nen. Har­ley Quinn, eine Fi­gur aus »Sui­ci­de Squad« (2016), steht im Mit­tel­punkt, wie­der ge­spielt von der Schau­spie­le­rin Mar­got Rob­bie, 29. Im Trai­ler ver­kün­det die durch­ge­knall­te Schul­gö­re in­zwi­schen Sin­gle zu sein, schnei­det sich die Zöp­fe ab und wir­belt durch di­ver­se Kampf­sze­nen. Als Pro­du­zen­tin spielt die Aus­tra­lie­rin Rob­bie auch hin­ter den Ku­lis­sen eine wich­ti­ge Rol­le: Der Film wur­de von ihr ent­wi­ckelt, und ihr ge­lang es, War­ner Bros. mit ins Boot zu ho­len. Mit ei­nem 75-Mil­lio­nen-Dol­lar-Bud­get ist er das bis­her größ­te Pro­jekt für ihre Pro­duk­ti­ons­fir­ma Lu­cky­Chap En­ter­tain­ment. Das Un­ter­neh­men grün­de­te sie 2014 mit Gleich­ge­sinn­ten, auch um die Be­tei­li­gung von Frau­en im Film­ge­schäft auf al­len Ebe­nen zu för­dern. Pro­duk­ti­on, Buch und Re­gie – bei »Birds of Prey« liegt al­les in weib­li­cher Hand.

Einfach mal zuhören

• Die ob­dach­lo­se Mu­si­ke­rin Emi­ly Za­mour­ka, 52, be­kommt dank des Kunst­sinns der Po­li­zei von Los An­ge­les die Chan­ce auf ein neu­es Le­ben. Ver­gan­ge­ne Wo­che film­te ein Po­li­zist in Los An­ge­les die aus Russ­land stam­men­de Frau beim Sin­gen in ei­ner U-Bahn-Sta­ti­on, stell­te das Vi­deo auf Twit­ter und schrieb: »Vier Mil­lio­nen Men­schen nen­nen L. A. ihr Zu­hau­se. Vier Mil­lio­nen Ge­schich­ten. Vier Mil­lio­nen Stim­men ... manch­mal muss man ein­fach ste­hen blei­ben und je­man­dem zu­hö­ren, um et­was Schö­nes zu hö­ren.« Das Vi­deo mit Za­mour­ka, die eine Puc­ci­ni-Arie singt, ver­brei­te­te sich ra­sant. Im In­ter­net ent­fach­te die Dar­bie­tung Stür­me der Be­geis­te­rung. Die aus­ge­bil­de­te Pia­nis­tin und Vio­li­nis­tin kam vor 30 Jah­ren in die USA, ver­dien­te ihr Geld vor al­lem mit Mu­sik­un­ter­richt. Dann er­krank­te sie, ver­lor ihre Woh­nung und ihre Vio­li­ne. In­zwi­schen sind über On­line­fund­rai­sing mehr als 90 000 Dol­lar für sie ge­sam­melt wor­den. Und das Bes­te: Za­mour­ka hat ei­nen Plat­ten­ver­trag an­ge­bo­ten be­kom­men. Die ers­te Pro­duk­ti­on soll »Pa­ra­di­se« hei­ßen.

Zurück auf Anfang

• Zu­letzt war es et­was still ge­wor­den um den Mann, der als schnell spre­chen­der De­tec­tive in den Acht­zi­ger­jah­ren für Mas­sen von hys­te­risch la­chen­den Ki­no­zu­schau­ern sorg­te. Jetzt kehrt der ehe­ma­li­ge »Be­ver­ly Hills Cop« zu­rück, und zwar ganz zum An­fang. Ed­die Mur­phy, 58, plant eine Tour­nee als Stand-up-Co­me­di­an durch die USA, wie die »New York Times« be­rich­tet. Mur­phy lern­te sein Hand­werk schon als Teen­ager auf klei­nen Büh­nen, spä­ter war er im Team der TV-Sa­ti­re-Show »Sa­tur­day Night Live«. Von Mit­te der Acht­zi­ger­jah­re an ar­bei­te­te er dann vor al­lem als Schau­spie­ler. Er habe aber nie auf­ge­hört, Ma­te­ri­al für die Büh­ne zu sam­meln, sag­te er jetzt, in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren hielt er Ide­en für Wit­ze auf Band fest. Bis ein abend­fül­len­des Pro­gramm ste­he, kön­ne es aber noch ei­ni­ge Mo­na­te dau­ern.

Kunst und Klima

• Der fran­zö­si­sche Cho­reo­graf Jéro­me Bel, 54, der in­ter­na­tio­nal für sei­ne In­sze­nie­run­gen von Kon­zept­tanz be­kannt ist, geht un­ter die Kli­maak­ti­vis­ten und stellt das Rei­sen mit dem Flug­zeug ein. Mehr noch, er kün­dig­te an, fort­an Künst­ler zu boy­kot­tie­ren, die nichts ge­gen die Kli­ma­kri­se un­ter­neh­men. Das sag­te er der Nach­rich­ten­agen­tur AFP. Da­mit folgt er sei­nem Be­dürf­nis, et­was ge­gen die fort­schrei­ten­de Zer­stö­rung der Erde zu tun – und im Ein­klang mit sei­nen Über­zeu­gun­gen zu le­ben. Schon im ver­gan­ge­nen Win­ter habe er eine Art Er­leuch­tung er­lebt, sag­te Bel. Er dros­sel­te sei­ne Hei­zung, um so viel En­er­gie wie mög­lich zu spa­ren, und da­bei fiel ihm ein, dass vier sei­ner As­sis­ten­ten ge­ra­de um die Welt flo­gen, um ein Pro­jekt auf die Büh­ne zu brin­gen: »Da wur­de mir be­wusst, dass ich ein Heuch­ler bin, dass ich mich selbst be­lü­ge, dass mein Le­ben wie ein schlech­tes Thea­ter­stück ist.« Sei­ne neu­es­te In­sze­nie­rung, die in Eu­ro­pa und in den USA auf­ge­führt wird, heißt »Isa­do­ra Dun­can«. Es gibt zwei Ver­sio­nen, mit zwei ver­schie­de­nen Tän­ze­rin­nen. Die Pro­ben in New York lei­te­te der Künst­ler via Sky­pe, und auch den Auf­füh­run­gen in den USA wird er nicht in per­so­na bei­woh­nen. Sei­ne An­sa­ge war deut­lich: We­der er noch ein Mit­glied sei­ner Com­pa­gnie wer­de je wie­der ein Flug­zeug be­stei­gen.

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