Sie sind rei­cher, als Sie glau­ben. Für wie reich hal­ten Sie sich? Nein, nicht im Ver­gleich zu Ih­rem Nach­barn, son­dern zum Rest der Welt. Mei­nen Sie, Sie ge­hö­ren zu den rei­che­ren zwei Drit­teln der Welt­be­völ­ke­rung? Oder zum al­ler­reichs­ten Pro­zent? Ver­mu­ten Sie sich ir­gend­wo da­zwi­schen? Ad­die­ren Sie bit­te ein­mal all Ihre mo­nat­li­chen Ein­künf­te, egal ob es sich um Ar­beits­ein­kom­men, um Ihre Ren­te oder auch um Er­trä­ge aus Ver­mö­gen, aus Ak­ti­en, um Zin­sen oder um Miet­ein­nah­men han­delt. Rech­nen Sie ein­fach zu­sam­men, wie viel mo­nat­lich brut­to bei Ih­nen an­kommt. Jetzt schau­en Sie sich in der Gra­fik an, wer welt­weit wie viel hat, vom ärms­ten Pro­zent bis zum reichs­ten, und wo Sie selbst ste­hen. Hät­ten Sie ge­dacht, dass Sie mit 1671 Euro brut­to pro Mo­nat zu den reichs­ten 20 Pro­zent der Welt ge­hö­ren? Mit 2811 Euro brut­to – ei­nem Ge­halt, das Sie in Deutsch­land zum Bei­spiel als Se­kre­tä­rin im öf­fent­li­chen Dienst ver­die­nen kön­nen – ge­hö­ren Sie nach Hoch­rech­nun­gen der World In­e­qua­li­ty Da­ta­ba­se schon den welt­weit reichs­ten 10 Pro­zent an. Das welt­weit reichs­te Pro­zent? Mit 10 382 Euro sind Sie da­bei. Man kann die Ta­bel­le aber auch an­ders­her­um le­sen: Ge­mes­sen an den Ein­kom­men der Deut­schen ha­ben vie­le in der Welt re­la­tiv we­nig. Al­ler­dings stei­gen de­ren Ein­kom­men ra­pi­de. Ein Mensch in der är­me­ren Hälf­te der Welt­be­völ­ke­rung ver­fügt heu­te im Durch­schnitt über fast dop­pelt so viel Kauf­kraft wie noch 1980. Men­schen wie uns, in ent­wi­ckel­ten Län­dern, geht es ziem­lich gut. Und die meis­ten an­de­ren ho­len auf.

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